Seefracht: DSV und Panalpina erweitern LCL-Services

Seit Januar 2020 agieren der dänische Transport- und Logistikdienstleister DSV und Panalpina in Deutschland unter einer Flagge. In Hamburg führt die Fusion zu einem umfangreichen Ausbau der Kapazitäten und Services – insbesondere im LCL-Bereich (Less-than-Container Load).

DSV Cargo Center in Hamburg | Foto: DSV
DSV Cargo Center in Hamburg | Foto: DSV
Radosveta Angelova

Nach dem erfolgreichen Kauf und Übergang der Panalpina Welttransport Holding AG zu Holding DSV Panalpina A/S im August 2019 ist es nun im Januar 2020 so weit: Die deutschen Gesellschaften haben sich rechtlich zusammengeschlossen. Die Fusion der beiden Parteien erschuf ein globales Transport- und Logistikunternehmen mit Hauptsitz in Dänemark, 60.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern in 80 Ländern und einem Pro-forma-Umsatz von rund 16 Milliarden Euro, so der DSV. Dieser ist in Deutschland mit drei Divisionen vertreten: Luft- und Seefracht (DSV Air & Sea), Landtransporte (DSV Road) und Kontaktlogistik (DSV Solutions).

Frank Sobotka, DSV Executive Vice President Central Eastern Europe, dazu:

 „Durch die Fusion konnten wir unsere bestehenden Seefracht-Aktivitäten ausbauen und unsere LCL-Volumen und Netzwerke stärken. Damit sind wir global einer der führenden Anbieter von Stückgut-Services. Das Hamburger Cargo Center ist ein gutes Beispiel für die positiven Synergien, die durch den Zusammenschluss entstanden sind. Durch die Bündelung der LCL-Verkehre von Panalpina und DSV schaffen wir weitere eigene LCL-Sammeldienste und erhöhen auf den sogenannten Power-Lanes die Frequenzen und die Flexibilität deutlich."

Am Hamburger Hafen nutzt der DSV Air & Sea seit Anfang des Jahres die ehemaligen Panalpina Lager- und Umschlaghallen für die Abfertigung von Stückgutsendungen im Bereich LCL sowie Buyers Consolidation, die nun aus dem eigenen Netz bedient werden. Mit einem 30.000 Quadratmeter großen Cargo Center, dessen eigenes Container Depot eine Kapazität von bis zu 500 TEU aufweist und einer Container Packstation für weltweite LCL-Import- und Export-Verkehre dient der multifunktionale Standort nun als zentraler Konsolidierungspunkt für Lieferanten aus ganz Europa. Über den Hamburger DSV Road Standort ist das Cargo Center an die Deutschland- und Europaverkehre angebunden. Auch der Datenfluss ist stets integriert, da die operativen Systeme miteinander verknüpft sind. Aktuell fertigt der DSV 85 Prozent aller LCL-Volumina im eigenen Netzwerk ab und verbindet dabei mehr als 30.000 Empfangsstellen weltweit.

Heiko Vogt, DSV Cargo Center Manager Hamburg, erklärt:

„Aufgrund der guten Ausstattung vor Ort können wir flexibel auf jegliche Anforderungen reagieren und zum Beispiel eilige Seefrachtsendungen sofort als Luftfrachtsendung weiterleiten oder Lieferungen in unserem eigenen Hochregallager kommissionieren und verwalten. Die Umstellung zwischen den Verkehrsträgern ist durch die Anbindung an das DSV Road Netzwerk kein Problem, sodass wir alles aus einer Hand anbieten können“.

Das Hamburger Cargo Center sei eine Antwort auf die anhaltend hohe Nachfrage nach flexiblen Transportlösungen und optimierten Transportbedingungen, so der DSV.

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