Schwarzmüller: Umsatzrückgang in 2019

Der österreichische Nutzfahrzeughersteller schloss das Geschäftsjahr 2019 aufgrund eines Einbruchs im Segment Fernverkehr mit einem Minus von 5,8 Prozent bei den zugelassenen Fahrzeugen ab.

Bei der Schwarzmüller Gruppe hat die hohe Verkaufsrate von Baufahrzeugen ein größeres Minus beim Umsatz 2019 verhindert. Foto: Schwarzmüller Gruppe
Bei der Schwarzmüller Gruppe hat die hohe Verkaufsrate von Baufahrzeugen ein größeres Minus beim Umsatz 2019 verhindert. Foto: Schwarzmüller Gruppe
Daniela Kohnen

Die Schwarzmüller Gruppe war 2019 vom wirtschaftlichen Abschwung betroffen und hat für das abgelaufene Jahr einen Umsatzrückgang von 378 auf 364 Millionen Euro zu verzeichnen. Das Unternehmen hatte am Mittwoch die vorläufigen Jahreszahlen für 2019 bekannt gegeben.

Ausschlaggebend hierfür sei ein Einbruch im Fahrzeugsegment Fernverkehr gewesen, so der in Freinberg bei Schärding ansässige Nutzfahrzeughersteller. Schwarzmüller verzeichnete international ein Minus von 5,8 Prozent bei den zugelassenen Fahrzeugen im Vergleich zur gesamten Branche mit 8,5 Prozent.

In Deutschland konnte die Unternehmensgruppe den Absatz halten und in einem schrumpfenden Markt Marktanteile steigern. In Österreich mit einem hohen Anteil an Fernverkehrsfahrzeugen verzeichnete das Unternehmen einen Rückgang von 16,8 Prozent bei den zugelassenen Fahrzeugen.

In Ungarn stieg die Zahl der zugelassenen Fahrzeuge 2019 um 15,4 Prozent, der aktuelle Marktanteil beträgt 29,9 Prozent. Auch in Tschechien konnte Schwarzmüller laut eigenen Angaben seine Marktanteile ausbauen.

Während der Umsatz gesunken sei, hätten die Produktionszahlen erhöht werden können, so die Mitteilung. So verließen im letzten Jahr 9.441 Einheiten die Produktionsbänder. Im Vergleich zu 2018 mit 9.306 Einheiten ist das ein Plus von 1,5 Prozent.

49 Prozent der Gesamtproduktion entfielen mit 4.626 Fahrzeugen auf den Bereich Bauwirtschaft und Infrastrukturunternehmen, 43 Prozent mit 4.060 Fahrzeugen auf den Fernverkehr. Damit war der Bereich Baufahrzeuge erstmals das größte Produktsegment vor dem traditionell wichtigsten Sektor Fernverkehr. Roland Hartwig, CEO der Schwarzmüller Gruppe:

„Wir haben durch den rechtzeitigen Umbau des Fahrzeugportfolios einen noch deutlicheren Umsatzverlust verhindert. Am besten lief es in diesem schwierigen Jahr bei unserem neuen Tochterunternehmen Hüffermann mit einem Zuwachs von 11,6 Prozent.“

Für das Geschäftsjahr 2020 gibt man sich in Freinberg bei Schärding vorsichtig optimistisch. Das neue Geschäftsjahr zeige sich bisher im langjährigen Durchschnitt und nicht mehr auf dem niedrigen Niveau von Ende 2019. Zudem habe sich der Auftragseingang laut Hartwig in den ersten zwei Monaten auch beim Fernverkehr erholt. Gemeinsam mit dem Tochterunternehmen Hüffermann wolle man wieder zum Wachstum zurückkehren.

Schwarzmüller selbst werde einige neu entwickelte Fahrzeuge auf den Markt bringen. Dabei werde es sich vor allem um Spezialfahrzeuge aus beiden Kernsegmenten handeln. Auch beim Fernverkehr will das Unternehmen künftig verstärkt auf intelligente Nischenprodukte für Spezialisten setzen. Wenn sich die aktuellen Rahmenbedingungen nicht deutlich verschlechtern, rechnet Hartwig 2020 mit einem Gesamtumsatz von mehr als 420 Millionen Euro. 

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