Schwarzmüller: Übernahme von Hüffermann

Der österreichische Nutzfahrzeughersteller hat den Kauf der Hüffermann Transportsysteme bekannt gegeben und erweitert damit seine Kompetenz bei den Bau- und Infrastrukturfahrzeugen.  

Schwarzmüller-CEO Roland Hartwig (l.) und Hüffermann-Geschäftsführer, Stephan von Schwander, haben die Übernahme von Hüffermann Transportsysteme durch die österreichische Unternehmensgruppe bekannt gegeben. Foto: Schwarzmüller Gruppe
Schwarzmüller-CEO Roland Hartwig (l.) und Hüffermann-Geschäftsführer, Stephan von Schwander, haben die Übernahme von Hüffermann Transportsysteme durch die österreichische Unternehmensgruppe bekannt gegeben. Foto: Schwarzmüller Gruppe
Daniela Kohnen

Die Schwarzmüller Gruppe hat mit der Hüffermann Transportsysteme einen deutschen Produzenten für Behältertransportanhänger übernommen. Das gaben beide Unternehmen am heutigen Dienstag bekannt.

Damit baut Schwarzmüller seine Kompetenz im Bereich der Bau- und Infrastrukturfahrzeuge aus. Gleichzeitig könne Hüffermann international erweitert werden und solle als Marke erhalten bleiben, so die Mitteilung. Roland Hartwig, CEO der Schwarzmüller Gruppe:

„Wir sprechen die gleiche Sprache und haben die gleichen Ziele. Deshalb freuen wir uns ganz besonders, die Chance zur Übernahme erhalten zu haben.“

Es sei nicht schwergefallen, Zusagen zu Standort und Belegschaft zu machen, denn man wolle gemeinsam wachsen, so Hartwig. Dafür würden die vorhandenen Ressourcen benötigt. Schwarzmüller könne mit der Hüffermann-Organisation seine Aufstellung in Deutschland abrunden und diesen Markt neu denken. Schwarzmüller strebt nach eigenen Aussagen in Deutschland einen zweistelligen Marktanteil an. Mit dem Output von Hüffermann sei man diesem Ziel schon sehr nahe, so Hartwig. Geschäftsführer und bisherige Mitgesellschafter von Hüffermann, Stephan von Schwander:

„Zur Sicherung der langfristigen strategischen Ausrichtung unseres Unternehmens haben wir verschiedene Optionen analysiert und abgewogen. In Verbindung mit der Schwarzmüller Gruppe fanden wir die optimalen Voraussetzungen, langfristig, und das meint über Generationen hinweg, richtig aufgestellt zu sein. Eigenständigkeit, Markenerhalt, Produktentwicklung, Standort- und Arbeitsplatzsicherung sowie der Gleichklang in der Philosophie des Unternehmens zeigen von Anfang an das optimale Fundament, auf dem wir die gemeinsame Weiterentwicklung aufbauen.“

Ebenso seien der Premiumanspruch und das Qualitätsverständnis identisch. Auch das Ziel, in Deutschland mit Fahrzeugen für Bau und Infrastruktur weitere Marktanteile zu gewinnen, verbinde die beiden Unternehmen.

Die Zentrale von Hüffermann soll nach Unternehmensangaben zur Zwei-Marken-Drehscheibe für Deutschland ausgebaut und dort die Bandbreite an Neufahrzeugen sowie alle After-Sales-Services angeboten werden. Die übrigen deutschen Vertriebsstandorte der beiden Unternehmen würden sich ergänzen. Schwarzmüller habe mit der Übernahme eine flächendeckende Präsenz in Deutschland erreicht.

Gleichzeitig will Schwarzmüller mit Hüffermann-Fahrzeugen nach eigenen Angaben in Österreich und Osteuropa erfolgreich sein und die zusätzliche Marke bei den eigenen Kunden bewerben. Weitere Synergien erwarten beiden Unternehmen vom Abgleich der Produktion und dem Ausbau von Kompetenzzentren für einzelne Fahrzeuggruppen sowie von den gemeinsamen Fähigkeiten in der Fahrzeugentwicklung. 

Der Kaufvertrag wurde im Januar 2020 geschlossen und das Closing ist mit der Testierung des Jahresabschlusses 2019 Ende März 2020 vereinbart. Demnach wird Hüffermann nach derzeitiger Planung im laufenden Geschäftsjahr vollständig in die Schwarzmüller Gruppe übergehen, so die Mitteilung. Das Unternehmen soll im Laufe dieses Jahres integriert werden.

Die im brandenburgischen Neustadt/Dosse ansässige Hüffermann Transportsysteme stellt Containerwechselsysteme (BTA) und Aufbauten für den Entsorgungssektor her. Das Unternehmen hat rund 250 Mitarbeiter und erwirtschaftet jährlich rund 40 Millionen Euro Umsatz.

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