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Schwarzmüller: Eltmann ist neue Drehscheibe für den deutschen Markt

Der österreichische Auflieger- und Aufbautenhersteller Schwarzmüller hat sich für seinen neuen deutschen Standort im unterfränkischen Eltmann einiges vorgenommen. Das Unternehmen will 2019 von dort aus rund 50 Millionen Euro generieren und die Marktanteile in Deutschland ausbauen.

Roland Hartwig (li.), CEO der Schwarzmüller-Gruppe, und Bürgermeister Michael Ziegler freuen sich über die Dynamik die durch die Ansiedelung von Schwarzmüller in Eltmann entstehen soll | Foto: Schwarzmüller
Roland Hartwig (li.), CEO der Schwarzmüller-Gruppe, und Bürgermeister Michael Ziegler freuen sich über die Dynamik die durch die Ansiedelung von Schwarzmüller in Eltmann entstehen soll | Foto: Schwarzmüller
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Torsten Buchholz

Der Schwarzmüller-Standort in Eltmann fungiert als deutsche Drehscheibe für den Verkauf Neufahrzeugen. Von acht Mitarbeitern bei der Übernahme soll der Personalstand bis Ende 2019 laut Schwarzmüller CEO Roland Hartwig auf 30 Mitarbeiter ausgebaut werden. Im Oktober 2018 hatte die Schwarzmüller-Gruppe im unterfränkischen Eltmann an der A70 zwischen Bamberg und Schweinfurt eine bestehende Service- und Reparaturwerkstätte übernommen. Das gesamte Gelände wurde an die neuen Zwecke angepasst. Mittlerweile ist der Umbau abgeschlossen. 27.000 Quadratmeter stehen zur Verfügung, davon werden 10.000 Quadratmeter als Stellfläche für die Abholung von Neufahrzeugen verwendet.

Am Standort Eltmann sollen bereits 2019 mehr als die Hälfte aller nach Deutschland zu liefernden Fahrzeuge bereitgestellt werden. Allein aus dem tschechischen Werk in Zebrák bei Prag sollen rund 1.500 Baufahrzeuge nach Eltmann überstellt und den Kunden übergeben.

Eltmann wird Hartwig zufolge zum vollwertigen Wartungs-, Reparatur- und Service-Standort ausgebaut. Dazu plant Hartwig einem deutlichen Anstieg der Beschäftigten. Hartwig:

„Wir benötigen Fachkräfte für die Werkstatt und wollen auch Miet- und Gebrauchtfahrzeuge hier zur Verfügung stellen.“

Diese Aussicht freut natürlich auch den Bürgermeister von Eltmann, Michael Ziegler:

„Für Eltmann ist diese Übernahme sehr erfreulich. Denn von der Dynamik, die hier entstanden ist, profitiert auch die Stadt durch neue Arbeitsplätze und zusätzliche Steuereinnahmen.“

Vom neuen Standort Eltmann aus werde der Markt über Franken hinaus nach Thüringen, Sachsen und Sachsen-Anhalt bearbeitet, so Hartwig. Deutschland sei für die Schwarzmüller-Gruppe seit 2017 der größte Absatzmarkt. Hier sei der Marktanteil innerhalb von fünf Jahren verdoppelt worden. 2018 habe man in Deutschland 2.800 Fahrzeuge abgesetzt, was einem Drittel der insgesamt 9.306 im abgelaufenen Jahr hergestellten Fahrzeuge entspreche. Seit 2015 bedeute dies eine Steigerung von 59 Prozent auf dem deutschen Markt. Mehr als 90 Prozent der Fahrzeuge würden aktuell nach Bayern, Baden-Württemberg und Hessen. Hartwig:

„Deshalb wollen wir in Deutschland von aktuell rund fünf Prozent auf einen zweistelligen Marktanteil wachsen.“

In Deutschland sei man mit Bau- und Entsorgungsfahrzeugen wie Kipper, Tieflader und Schubboden besonders erfolgreich. Deren Anteil am gesamten Absatz betrage etwa zwei Drittel, gefolgt von den Fernverkehrsfahrzeugen mit knapp einem Drittel. Dementsprechend habe die Schwarzmüller Gruppe die Produktpalette für Deutschland erweitert. Der Einstieg sei mit der vollisolierten Thermomulde, die vor allem im Straßenbau eingesetzt wird, gelungen. In der Zwischenzeit habe man auch eine Kastenmulde für den norddeutschen Markt entwickelt.

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