Schuon-Gruppe: Zweistelliges Umsatzwachstum

Die Schuon-Gruppe kann ihren Umsatz auf 77 Millionen Euro erhöhen. Aktuell sieht man sich allerdings mit hohen Kraftstoffpreisen und einem unsicheren Markt konfrontiert. In Zukunft soll unter anderem Künstliche Intelligenz helfen, Transporte noch effizienter zu machen.

: Die Schuon-Gruppe verzeichnete 2021 ein zweistelliges Umsatzwachstum und setzt damit die positive Entwicklung der vergangenen Jahre fort. (Foto: Schuon)
: Die Schuon-Gruppe verzeichnete 2021 ein zweistelliges Umsatzwachstum und setzt damit die positive Entwicklung der vergangenen Jahre fort. (Foto: Schuon)
Nadine Bradl

Die Schuon-Gruppe legt ihre Zahlen für das Geschäftsjahr 2021 vor. Trotz der Auswirkungen der Corona-Pandemie, die den internationalen Logistikdienstleister nach eigenen Angaben anhaltend gefordert haben, konnte das Wachstum der vergangenen Jahre in sämtlichen Geschäftsbereichen fortgesetzt werden. Insgesamt erwirtschaftete die Unternehmensgruppe mit Sitz in Haiterbach einen Umsatz von rund 77 Millionen Euro (plus 12 Prozent zum Vorjahr). Alle Kerngeschäftsbereiche haben sich nach Firmenangaben positiv weiterentwickelt. Ein Erfolgsgarant sei dabei der weitere Ausbau des Kontraktlogistikgeschäfts gewesen. Nach einem erfolgreichen Start in das Jahr 2022 und einer anhaltend guten Nachfrage sieht sich Schuon aktuell mit den Herausforderungen hoher Kraftstoffpreise und einer unsicheren Marktlage konfrontiert.

„Das vergangene Jahr war operativ erneut schwierig und herausfordernd. Anhaltende Lieferkettenstörungen, Fahrzeug-, Material- und Kapazitätsengpässe sowie laufende Preissteigerungen haben uns unter Druck gesetzt“, sagt Alexander Schuon, Geschäftsführer der Alfred Schuon GmbH.

„Im Ergebnis konnten wir allen Widrigkeiten zum Trotz ein zweistelliges Umsatzwachstum verzeichnen.“

Neben einer sehr guten Entwicklung im Bereich Transport und Spedition sei das Wachstum der Kontraktlogistiksparte erneut besonders dynamisch. Diese mache mittlerweile gut 20 Prozent des Gesamtumsatzes der Logistikgruppe aus.

„Wir haben dieses Geschäftsfeld in den vergangenen Jahren als zweites Standbein etabliert, um auf das gestiegene Interesse an Logistikdienstleistungen mit besonderer Wertschöpfungstiefe zu reagieren“, schildert der Geschäftsführer.

Die Batterielogistik für die Automobilindustrie, innerhalb derer Schuon sämtliche logistischen Prozesse rund um Batterien für E- und Hybridfahrzeuge anbietet, nehme eine immer wichtigere Rolle in der Unternehmensstrategie ein. „Hier haben wir eine besondere Expertise aufgebaut“, so Schuon.

Den weitaus größten Teil mache aber nach wie vor der Transport großvolumiger Güter aus. Schuon ist vor allem für Automobil-, Dämmstoff- und Verpackungsproduzenten tätig und disponiert dafür europaweit mehr als 330 Fahrzeuge. Für den Fuhrpark wolle man weiterhin verstärkt auf alternative Antriebstechnologien setzen.

„An unserem ungarischen Standort in Kecskemét fährt ein Teil der Flotte mit einem synthetischen Kraftstoff und spart so 90 Prozent der CO2-Emissionen ein. In Deutschland setzen wir bereits auf Flüssigerdgas-Lkw (LNG) und werden im Sommer unseren ersten E-Lkw in Betrieb nehmen“, sagt Schuon.

Beschleunigt werden diese Entwicklungen durch die wirtschaftlichen Folgen des Ukraine-Kriegs, die Schuon vor allem über hohe Dieselpreise zu spüren bekommt.

Darüber hinaus treibt das Logistikunternehmen Projekte voran, um Transportprozesse effizienter zu machen. So ist man Gesellschafter des Start-ups NeoCargo AG, die eine digitale Vernetzungsplattform für Spediteure entwickelt. Zudem will Schuon seine Disposition mit einem eigenen neuen Tool weiter optimieren, das mit einer Ausgründung des Karlsruher Instituts für Technologie (KIT) entwickelt wird und auf künstliche Intelligenz zurückgreift.

„Wir haben dieses Projekt angestoßen, um die Effizienz weiter zu steigern und unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bei der hohen Komplexität zu entlasten. Zudem wollen wir die vorhandenen Daten noch besser im Tagesgeschäft nutzen“, skizziert der Geschäftsführer seine Pläne.

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