Schiffsgüterverkehr: DB Schenker transportiert emissionsfrei

Mit DB Schenker schicken Kunden ihre Schiffsladung künftig auch emissionsfrei auf Reisen. Der Logistiker hat mehr als 2.500 Tonnen Biokraftstoff gekauft.

DB Schenker bietet seinen Kunden gemeinsam mit CMA CGM emissionsfreie Seetransporte an. (Bildquelle: CMA CMG)
DB Schenker bietet seinen Kunden gemeinsam mit CMA CGM emissionsfreie Seetransporte an. (Bildquelle: CMA CMG)
Christine Harttmann

Ab sofort bietet DB Schenker regelmäßig netto emissionsfreie Seetransporte im Stückgutverkehr an. Wie das Unternehmen meldet, hat es gemeinsam mit der französischen Reederei CMA CGM einen Kaufvertrag über 2.500 Tonnen Biokraftstoff für alle LCL-Transporte (Less-than Container Load) und zusätzliche FCL-Container (Full Container Load) abgeschlossen. Der Kraftstoffbedarf für den Transport der LCL-Container von DB Schenker würden dabei mit sogenannten fortgeschrittenen Biokraftstoffen in einem Umfang abgedeckt, bei dem Neuemissionen von Treibhausgasen zu 100 Prozent vermieden werden. Durch Überallokation des Biokraftstoffs wird erreicht, dass die Netto-Emission der CO2-Äquivalenten bei Null liegt.

Der Logistiker rechnet vor, dass die Kooperation die Einsparung von mehr als 7.000 Tonnen CO2-Äquivalenten ermöglicht. Sie zähle damit bis heute zu den bedeutendsten Käufen von Biokraftstoffen in der Seefracht. Um auch vorgelagerte Emissionen bei der Erzeugung des Kraftstoffs auszugleichen, stellt DB Schenker mehr als die für den reinen Transport der Container benötigte Menge Biokraftstoff bereit. Außerdem können so den Angaben zufolge sämtliche LCL-Container tatsächlich treibhausgasneutral bewegt werden.

Mit dem umweltfreundlichen Containertransport machen DB Schenker und CMA CGM gemeinsam einen großen Schritt in Richtung Dekarbonisierung der Seefracht. Kunden von DB Schenker können die Carbon Zero-LCL-Option ab sofort buchen und erhalten ein Zertifikat über die Emissionsreduktion für ihre Klimabilanz.

Thorsten Meincke, Vorstand für Luft- und Seefracht bei DB Schenker:

„Wir sind sehr glücklich, dass wir diese wichtige Investition zur Reduzierung des CO2-Fußabdrucks in der Container-Seefracht tätigen können. Der Betrieb mit Biokraftstoff ist ein bedeutender Schritt auf dem Weg zu umweltfreundlichen Lieferketten und trägt zu unserer Nachhaltigkeitsagenda in der Seefracht bei. Unser Ziel bei DB Schenker ist es, bis 2040 klimaneutral zu sein. Gemeinsam mit CMA CGM gehen wir hier ambitioniert voran.“

Olivier Nivoix, Executive Vice President, Lines, CMA CGM:

„Als Pionier und führendes Unternehmen in der nachhaltigen Schifffahrt und Logistik hat sich die CMA CGM-Gruppe verpflichtet, bis 2023 mindestens zehn Prozent ihres Verbrauchs durch alternative Kraftstoffe zu decken. Wir bieten unseren Kunden bereits jetzt eine Reihe von schlüsselfertigen Lösungen an, mit denen sie ihren CO2-Fußabdruck verringern können. Biokraftstoff ist eine der Lösungen für die Dekarbonisierung der Schifffahrt, und wir freuen uns über die mutige Partnerschaft, die wir heute mit DB Schenker eingehen. Wir investieren weiterhin stark in Forschung und Entwicklung, um gemeinsam mit Industriepartnern die Energiequellen der Zukunft zu finden.“

Biokraftstoff kann ohne Anpassungen der Infrastruktur oder der Lieferkette in den regulären Seefracht-Betrieb eingespeist werden und gilt damit als besonders einfach anwendbar. Er wird aus Abfallstoffen gewonnen, beispielsweise aus gebrauchten Speiseölen. Mit dieser Kooperation wird einmal mehr das Engagement von DB Schenker für eine saubere Logistik deutlich. Ähnlich wie bei den CO2-freien Flügen von DB Schenker mit Sustainable Aviation Fuel (SAF) können Kunden ab sofort auch in der Seefracht ihre Transporte klimafreundlicher gestalten.

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