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Schienengüterverkehr: NEE erwartet 50 Prozent Marktanteil

Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer soll die Ziele aus dem Koalitionsvertrag konkretisieren und bei den Rahmenbedingungen und der Infrastruktur umsteuern, fordert das Netzwerk Europäischer Eisenbahnen (NEE).
Foto: Rainer Sturm/pixelio.de
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Anna Maria Schmid

„Deutschland braucht eine Bahnreform 2“ , heißt es beim NEE im Vorfeld des Spitzentreffens am 9. Oktober zum „Zukunftsbündnis Schiene“. Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer (CSU) und der neue Bundesschienenbeauftragte Enak Ferlemann müssen sich dem NEE-Vorstandsvorsitzenden Ludolf Kerkeling zufolge vor allem auf „fairen und pluralen Wettbewerb, eine leistungsfähige, moderne und gewinnfrei betriebene Infrastruktur sowie die Innovationsförderung statt auf die internen Probleme der Transportunternehmen der DB“ konzentrieren: „Preisstrategien oder Rabatte sind unternehmerische Instrumente. Allen Politikern, die sich in Feinsteuerung der DB versuchen, prophezeie ich: Sie werden sich in den Labyrinthen des riesigen Konzerns verlaufen.“

Trotz unvollständiger Bahnreform und politischer Hürden überschritten die Wettbewerbsbahnen im Schienengüterverkehr demnächst 50 Prozent Marktanteil, so Kerkeling. Politik und Administration sei offenbar entgangen, wer auf Deutschlands Schienen immer mehr Güter transportiere. Die gesamte Schienengüterverkehrsleistung sei binnen 20 Jahren laut NEE um mehr als drei Viertel gestiegen. 1996 sei sie noch bei 69,7 Milliarden Tonnenkilometern gelegen. Jetzt sei die 130-Milliarden-Schwelle in Sicht, so Kerkeling zu den im August vom Statistischen Bundesamt angekündigten Korrekturen.

In der Verkehrsstatistik waren zahlreiche Wettbewerbsbahnen über Jahre nicht erfasst worden. Kerkeling: „Die Wettbewerbsbahnen haben mehr Leistungszuwachs erzielt als die DB Cargo parallel verloren hat. Die Marktöffnung hat dieses - übersehene - Wachstum möglich gemacht. Darüber muss die Zukunftsbündnis-Runde reden, wenn wir endlich Verkehre von der Straße auf die Schiene bekommen wollen.“

Das Wachstum auf der Schiene sei nämlich immer noch weit davon entfernt, die Straßen von Lkw spürbar zu entlasten. Das aber werde von einer breiten Gesellschaftsmehrheit gewünscht und der Politik seit 50 Jahren versprochen.

Quellenhinweis Bilder (tlw.): Pixelio
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