Schienengüterverkehr: Hafen Antwerpen und ÖBB intensivieren Partnerschaft

Die Terminal Service Austria (TSA) der ÖBB und der Hafen Antwerpen haben gemeinsame Strategien für zukünftig noch mehr klimafreundlichen Schienengüterverkehr zwischen den beiden Standorten beratschlagt. Bereits jetzt steigen die Güterströme von und nach Österreich

Symbolbild: RCG/David Payr
Symbolbild: RCG/David Payr
Nadine Bradl

Die Terminal Service Austria (TSA) betreibt österreichweit die sieben Terminals der ÖBB Infrastruktur. Der Hafen Antwerpen ist nach Rotterdam der zweitgrößte Hafen Europas, im Bereich Stückgut ist er sogar der größte Hafen der Welt. Die Hafenanlagen in Antwerpen sind damit auch das Tor zur globalen „Güterverkehrswelt“ für die gesamte Bodenseeregion.

„Es ist sehr erfreulich, dass es durch die intensive Zusammenarbeit mit dem Hafen Antwerpen gelungen ist, mehr Güter auf die umweltfreundliche Schiene zu verladen und damit ein starkes sichtbares Zeichen im europäischen Güterverkehr zu setzen. Zudem bringen die Rundläufe aus Belgien den Terminalstandorten eine weitere wichtige Aufwertung im europäischen Güterverkehrsnetzwerk“, so die Geschäftsbereichsleiterin von Terminal Service Austria Dr. Renate Glisic bei der Veranstaltung.

Trotz Corona: Güterverkehre nach und aus Österreich gestiegen

Steigende Güterströme würden zeigen, dass diese Anbindung an Europas zweitgrößten Seehafen den Bedarf der verladenden Wirtschaft trifft. Trotz Corona-Pandemie sind beispielsweise die Güterverkehre nach und aus Österreich um insgesamt fünf Prozent gestiegen, Importe um 2,9 Prozent und Exporte um 7,1 Prozent. Das Güterzentrum in Wolfurt dient dabei als Konsolidierungsplattform und Railport für die Warenströme zwischen der Vierländerregion und Antwerpen.

„Das Terminal in Wolfurt wurde erst kürzlich komplett runderneuert und zukunftsgerichtet, unter anderem mit entsprechend leistungsfähigen neuen Kränen ausgebaut. Zudem bieten wir unseren Kunden laufend neue Terminallogistikleistungen, um die derzeitige Dynamik im Güterverkehr zu nützen“, berichtet Robert Steger, Terminal Leiter in Wolfurt.

Derzeit verkehren 16 Ganzzüge pro Woche von den Terminals in Wolfurt, Wels und Wien-Süd von und zum Hafen Antwerpen.

„Mehr Güter von der Straße auf die Schiene zu verlagern funktioniert nur mit starken Partnerschaften. Alleine durch die aktuellen Rundläufe Hafen Antwerpen und Terminal Service Austria schaffen wir hochgerechnet für das Jahr 2021 eine Einsparung von insgesamt rund 14.350 Tonnen CO2“, so Glisic.

„Intermodale Verkehre mit der Bahn werden als nachhaltige und sichere Transportlösung sehr aktiv von der Logistikbranche der Vierländerregion genutzt. Die Nachfrage nach zusätzlichen Verbindungen ist hoch“, sagt Walter Holzhammer, Repräsentant des Hafens Antwerpen für Österreich und Ungarn.

Elmar Ockenfels, Repräsentant des Hafens Antwerpen für Deutschland und die Schweiz, beschreibt es als essentiell, kontinuierlich neue und marktgerechte Transportkonzepte für die letzte Meile zu entwickeln.

    Sieben Terminals der ÖBB Infrastruktur in Österreich

    Die Terminal Service Austria (TSA) betreibt die sieben Terminals der ÖBB Infrastruktur. Die Standorte sind

    • das Güterzentrum Wien Süd (UKV),
    • das Terminal Wels (UKV, ROLA),
    • das Terminal St. Michael (UKV),
    • das Terminal Villach (UKV) und
    • das Güterzentrum Wolfurt (UKV) sowie
    • die beiden Terminals für die Rollende Landstraße (ROLA) in Wörgl und Brennersee.
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