Scania kooperiert mit EVBox und Engie für Ladelösungen

Für seine E-Trucks will der Hersteller gleich noch die passende Ladelösung liefern - und kooperiert dafür mit dem Hardware-Spezialisten EVBox sowie mit dem Energieversorger Engie.

Laster unter Strom: Scania will gemeinsam mit EVBox und Engie Ladelösungen für E-Lkw anbieten. Die Kooperation wurzelt in der Zusammenarbeit im Erdgasbereich. | Foto: Scania
Laster unter Strom: Scania will gemeinsam mit EVBox und Engie Ladelösungen für E-Lkw anbieten. Die Kooperation wurzelt in der Zusammenarbeit im Erdgasbereich. | Foto: Scania
Christine Harttmann
(erschienen bei LOGISTRA von Johannes Reichel)

Der schwedische Lkw-Hersteller Scania hat eine Kooperation mit dem französische Energie- und Dienstleistungskonzern ENGIE sowie dessen Tochtergesellschaft EVBox Group bekanntgegeben, mit der man Transportunternehmern in 13 europäischen Ländern individuelle E-Mobility-Lösungen anbieten will. Lademöglichkeiten seien eine Voraussetzung für die Elektrifizierung des Verkehrs, glaubt der Lkw-Hersteller. Für Verkehrsdienstleiter in städtischen und einigen regionalen Anwendungen werde aber eine Depotladung in vielen Fällen ausreichend sein. Die Suche nach den richtigen Ladelösungen sei dennoch eine komplexe Angelegenheit. Für weitere Strecken und im Zuge der fortschreitenden Elektrifizierung sieht man auch einen Bedarf an fortschrittlicheren Lösungen sowie an Lademöglichkeiten an Endhaltestellen und öffentlichen Ladestationen, die heute äußerst begrenzt seien, wie der Hersteller analysiert.

"Diese starke Partnerschaft wird unseren Kunden den Übergang zu einer zunehmend elektrifizierten Flotte auf dem Weg zu einem nachhaltigeren Verkehrswesen erleichtern", glaubt Alexander Vlaskamp, Head of Sales and Marketing, Scania.

Der Energiekonzern soll seine internationale Reichweite als auch durch starke lokale Partnerschaften einbringen und sowohl das Energiesystem als auch intelligente und erweiterbare Hochleistung-Ladesysteme anbieten, über die Tochter EV Box.

"Die Elektrifizierung des Verkehrs ist eine der wichtigsten Initiativen zur Reduzierung von Emissionen – insbesondere, da der Verkehr fast ein Viertel der europäischen Treibhausgasemissionen verursacht", erklärt Kristof Vereenooghe, CEO der EVBox Group.

Die Partnerschaft böte neue Möglichkeiten für die EVBox Group und man wolle mit mehr als zehn Jahren Erfahrung das Fachwissen und ein wettbewerbsfähiges Angebot einbringen.

"Scania und Engie teilen die gleiche Vision und den gleichen Ehrgeiz, den Wandel hin zu nachhaltigen Transportlösungen voranzutreiben", propagierte Shankar Krishnamoorthy, Executive Vice President der ENGIE Group.

Die europäische Partnerschaft für die Mobilität von Elektro-Lkw und -Bussen sei auch das Ergebnis der Zusammenarbeit im Bereich der Gasmobilität. Krishnamoorthy sieht ein "vielversprechendes Potenzial" für den Einsatz in Städten und Stadtrandgebieten. Neben der Entwicklung soll der Konzern auch die Installation und Wartung der Systeme übernehmen, unterstützt von einem eigenen europäischen Netzwerk qualifizierter Techniker als auch von den regionalen Netzwerken unserer Partner. Die passende Ladelösung werde die Reichweite, die Flexibilität und den Batteriezustand eines Elektrofahrzeugs stark beeinflussen und habe damit große Auswirkungen auf die Gesamtbetriebswirtschaft der Kunden, glaubt Scania Sales-Chef Vlaskamp.

"Wir befinden uns bei der Elektrifizierung des Schwerverkehrs auf einer Lernreise, und durch eine Partnerschaft wie diese sowie durch die enge Zusammenarbeit mit unseren Kunden finden wir gemeinsam den besten Weg nach vorn", kommentiert Vlaskamp weiter.

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