Scania: Konzernstruktur adaptiert

Der schwedische Nfz-Hersteller, der zur Traton-Group gehört, hat seine Organisation an neue Technologien und Geschäftsmodelle angepasst. Auch die Geschäftsleitung setzt sich neu zusammen.

Der Konzern hat seine Organisation den veränderten Gegebenheiten angepasst. Bild: Scania.
Der Konzern hat seine Organisation den veränderten Gegebenheiten angepasst. Bild: Scania.
Daniela Kohnen
(erschienen bei PROFI-Werkstatt von Claudia Leistritz)

Auf die beschleunigten Entwicklungen im Technologiesektor und die damit einhergehenden veränderten Geschäftsmodelle hat Scania mit einer umfassenden Neuausrichtung seiner industriellen und kommerziellen Sparten reagiert. Von den Umstrukturierungen ist auch die Geschäftsentwicklung betroffen, wie das Unternehmen in einer Pressemeldung verlauten lässt. Mit den Maßnahmen, die zum 7. Mai 2021 in Kraft traten, wolle man für zukünftige Veränderungen gerüstet sein.

Bündelung der Aktivitäten

Konkret wurden im Bereich kommerzielle Organisation mit der neuen Bezeichnung Commercial Operations das Vertriebs- und Servicenetz mit der Kundenfinanzierung verschmolzen, um diese in zukünftige Kundenlösungen besser integrieren zu können.

Neue Mobilitäts-Einheit

Unter der neuen Einheit Mobilitätslösungen wurden das US-amerikanische Automatisierungsunternehmen Autonomous Solutions und das schwedische Transportunternehmen lots Group, eine hundertprozentige Tochtergesellschaft von Scania, vereint. Beide Betriebe würden ihre Geschäftsmodelle bereits stärker auf Service fokussieren und hätten auch ihr traditionelles Kundenspektrum im Bereich schwere Fahrzeuge und Dienstleistungen ausgeweitet.

Großer Schritt auf dem Weg zur Transformation

Die Maßnahmen stellten einen großen Sprung für eine Anpassung des Unternehmens an zukünftige Entwicklungen dar. Der Wandel zu einem „nachhaltigen Verkehrssystem“ werde damit vorangetrieben, sagt Christian Levin, President und CEO von Scania.

„Wir haben bereits bahnbrechende Veränderungen vorgenommen, wie zum Beispiel unsere Modularisierung und Srömungsoptimierung.“

Nun sei es Zeit, einen weiteren Schritt in dieser Richtung zu höherer Schnelligkeit und Flexibilität zu gehen. Man wolle zudem eine „wertstrombasierte Flow-Mentalität“ etablieren und sich verstärkt auf die Geschäftsentwicklung konzentrieren.

Die Arbeitnehmervertreter Lisa Lorentzon, Mari Carlquist, Michael Lyngsie und Mikael Svalefors äußerten sich laut Bericht positiv zu den getroffenen Entscheidungen und begrüßten es, dass die betroffenen Mitarbeiter in die Gestaltung der neuen Arbeitsweise miteinbezogen würden.

Änderungen im Vorstand

Die Veränderungen haben auch Auswirkungen auf den Vorstand. So wurde Anders Williamson zum Leiter von Industrial Operations, der Industrieorganisation von Scania und Mats Gunnarsson zum Leiter Commercial Operations, des Handelsgeschäfts des Konzerns ernannt. Außerdem verantwortet Martin Lewerth, zuvor Manager bei der Lots Group, bereits seit 1. April 2021 die neue Abteilung Mobility Solutions. Alle drei neuen Positionen sind gleichzeitig mit dem Titel Executive Vice President verbunden.

Weitere Mitglieder des Vorstands und ebenfalls gleichzeitig Executive Vice President sind der Leiter Vertrieb und Marketing Alexander Vlaskamp, die Leiterin der in People and Culture umbenannten Human Resources-Abteilung Helle Bay sowie Chief Financial Officer Johan Haeggman.

„Mit unterschiedlichen Hintergründen und einer wertorientierten Führung wird dieses Team und unsere neue Struktur es unserer großen Scania-Familie ermöglichen, weiterhin ein starker Partner für unsere Kunden zu sein“, so Levin.

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