Scania bietet Fahrerschulung für E-Trucks

Lkw-Fahrer von Bona, Spezialist für Parkettböden, erhalten ein Fahrtraining mit dem vollelektrisch angetriebenen Verteiler 25 P. Vor allem Ladetechnik und Fahrstrategie stehen im Fokus.

Unter Strom: Das Bona-Team vor ihrem neuen Scania E-Lkw: Enrico Wachsmann, Gunther Heinritz, Christian Hilb, Thorsten Kusch, Ronja Scheliga (v. li.). | Foto: Scania
Unter Strom: Das Bona-Team vor ihrem neuen Scania E-Lkw: Enrico Wachsmann, Gunther Heinritz, Christian Hilb, Thorsten Kusch, Ronja Scheliga (v. li.). | Foto: Scania
Claus Bünnagel
(erschienen bei LOGISTRA von Johannes Reichel)

Der Limburger Parkettspezialist Bona hat zwei seiner Fahrer auf dem vollelektrischen Lkw von Scania in Deutschland speziell schulen lassen. Das Unternehmen übernahm den ersten in Deutschland betriebenen Scania Elektro-Lkw in seinem Fuhrpark. Fahrlehrer Frank Hartmann hat in Zusammenarbeit mit Scania Deutschland und dem Scania Verkaufsberater Matthias Metzen ein gut organisiertes Programm für die Schulung am Scania Hauptsitz in Koblenz vorbereitet, das einen Vormittag in Anspruch nimmt. Auch Ronja Scheliga, Junior Manager Supply Chain bei Bona, sowie ihre Kollegen Thorsten Kusch, Supply Chain Director, und Fuhrparkleiter Christian Hilbä wohnten der Schulung und dem anschließenden Übergang in den Praxiseinsatz bei.

„Das war die schnellste je getroffene Entscheidung für ein Fahrzeug, die ich je mitbekommen habe", erinnert sich Thorsten Kusch an den Beschaffungsprozess.

Nachhaltigkeit stand bei der Entscheidung klar im Vordergrund. Bei der damaligen TCO-Berechnung seien die Vorteile eines E-Lkw sicherlich nicht so eklatant gewesen, wie jetzt in Anbetracht der steigenden Energiekosten, verrät er. In der aktuellen Situation würde die Berechnung nochmals deutlich stärker zugunsten des E-Antriebs ausfallen, meint er. Ein weiterer Vorteil ist die angenehme Geräuschkulisse, die nur ein leises Surren und die Abrollgeräusche der Reifen sind zu hören. Selbst dieses Geräusch ist ein zusätzlich erzeugter Ton, um den E-Lkw für andere Verkehrsteilnehmer hörbar zu machen, erklärt Matthias Metzen.

Ausführliche Einweisung in die vielseitige Technikausstattung

Die Schulunng für die beiden erfahrenen Lkw-Fahrer Enrico Wachsmann und Gunther Heinritz weiter umfasst auch Erläuterungen zum 165 kW-Ladesystem, zum Antriebstrang und zu den Sicherheitsausstattungen wie Rückfahrkamera, Abbiege-, Notbrems- und Spurhalteassistent. Anschließend folgt der Praxisteil auf der vorher definierten Strecke rund um die Scania Zentrale in Koblenz.

Fahrpraxis zur Energierückgewinnung nutzen

Auf der topographisch abwechslungsreichen Fahrt können die Fahrer sowohl die Eigenschaften des E-Motors und einer Reichweite von bis zu 130 Kilometer kennenlernen und gleichzeitig ihre Erfahrung als Lkw-Fahrer einbringen. Auf die nahezu verzögerungsfreie Beschleunigung bei Bergauffahrten folgt die Energierückgewinnung über die Rekuperation.

„Jetzt kommt es auf die Erfahrung an, das Beste an Rekuperation rauszuholen“, meint der Fahrlehrer und motiviert seine „Fahrschüler“, ihre Fahrpraxis einzubringen.

Nach Industriegebiet, Autobahn, Landstraße geht's durch Vororte von Koblenz sowie durch 30er-Zonen. „Ein tolles Fahrgefühl, so leise und wie ausgewogen das Fahrwerk ist“, schwärmt Enrico Wachsmann. Seine Begeisterung teilt auch sein Kollege, der als zweites auf der Teststrecke unterwegs war. „Dass man in einem Lkw beim Beschleunigen in den Sitz gedrückt wird, das ist schon Wahnsinn“, meint er. Auf der ca. 20 Kilometer langen Teststrecke holt der erste Fahrer durchs Rekuperieren und noch unter Anweisung des Fahrlehrers 5 Kilometer Reichweite zurück. Sofort entsteht ein kleiner Wettbewerb, ob sein Nachfolger es überbieten kann. Letztlich kommt auch er mit 5 Kilometer Plus an. In der Bona-Zentrale in Limburg ist auf dem Dach des Distributionszentrums eine 671 kWp-Photovoltaikanlage bereit für den ersten Ladevorgang des Scania P 25. Nach der Fahrerschulung ging es direkt zu Bona, wo der Neuzugang zwischen der Produktion im Süden von Limburg und der Distribution im Norden verkehren wird.

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