Scandlines: Hybrid-Fähren auf leisen Sohlen

Weniger Lärm und Vibrationen verursachen sollen neue Thruster, die nun auch die Scandlines-Fähre Prinsesse Benedikte erhielt – als letzte der vier Hybridfähren auf der Strecke Puttgarden-Rødby.

Letzte im Bunde der vier Hybridfähren zwischen Puttgarden und Rødby: Nun bekam auch die Prinsesse Benedikte vier lärmarme Thruster. (Foto: Scandlines)
Letzte im Bunde der vier Hybridfähren zwischen Puttgarden und Rødby: Nun bekam auch die Prinsesse Benedikte vier lärmarme Thruster. (Foto: Scandlines)
Anna Barbara Brüggmann

Eigenen Angaben zufolge schloss Scandlines ein Investitionsprojekt mit einer Gesamtsumme von über 13 Millionen Euro ab: Vier Hybridfähren, die auf der Strecke Puttgarden-Rødby unterwegs sind, darunter auch die Doppeltendfähre „Prinsesse Benedikte“, wurden mit effizienteren sowie energiesparenden Thrustern versehen.

Das Antriebssystem der Hybridfähre besteht aus vier Thrustern – zwei vorne, zwei hinten. Die gesamte Einheit kann sich laut Scandlines um die senkrechte Achse drehen und dadurch als Ruder dienen. Die neuen Thruster - insgesamt wurden auf den vier Fähren 16 Stück davon ausgetauscht - sollen einen homogeneren Flow durch das Wasser erzielen und auf diese Weise weniger Lärm sowie Vibrationen verursachen.

Das Reduzieren des Unterwasserschalls und Vermindern der Vibrationen soll dazu beitragen, die Bedingungen für den Reichtum an maritimem Leben in der Fehmarnbelt-Region zu verbessern – unter anderem für die Schweinswale.

Darüber hinaus sorgt der homogenere Flow des Wassers nach Information von Scandlines für eine Reduktion der CO2-Emissionen während des Antriebs. Denn zeitgleich zum Einbau der neuen Thruster wurde auch die Form des Schiffsrumpfes um jeden Thruster herum ein wenig geändert, um den Flow des Wassers zum Antriebspropeller weiter zu optimieren.

„Mit Abschluss dieses Projekts haben wir die CO2-Emissionen der Hybridfähren um bis zu 15 Prozent reduziert und damit einen wichtigen Schritt in Richtung Emissionsfreiheit auf der Puttgarden-Rødby-Route getan. Es freut uns sehr, dass dieser mit einer Verbesserung der Bedingungen für das reiche maritime Leben in der Fehmarnbelt-Region einhergeht,” so Michael Guldmann Petersen, COO bei Scandlines.

Sowohl die Thruster als auch die neue elektronische Thruster-Steuerung wurden von dem Unternehmen Kongsberg Maritime geliefert. Um die Besatzung auf das neue Antriebssystem vorzubereiten, wurde auch der Scandlines-Simulator in Puttgarden aufgerüstet.

Im Jahr 2013 investierte das Unternehmen nach eigener Aussage in Hybridfähren mit Batterien, 2024 soll die erste emissionsfreie Fähre auf der Puttgarden-Rødby-Route in Betrieb genommen werden. Geplant ist, die gesamte Strecke bis zum Jahr 2030 komplett emissionsfrei anzubieten.

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