Scandlines: Grünes Licht für Hybridfähre mit Norsepower Rotorsegel

Scandlines und Norsepower bringen Fährschifffahrt auf ein neues Niveau.

Ein 30 Meter hohes Rotorsegel, das die CO2-Emissionen um voraussichtlich vier bis fünf Prozent reduzieren wird, wurde über Nacht im Rostocker Überseehafen montiert. (Foto: Blue Communications)
Ein 30 Meter hohes Rotorsegel, das die CO2-Emissionen um voraussichtlich vier bis fünf Prozent reduzieren wird, wurde über Nacht im Rostocker Überseehafen montiert. (Foto: Blue Communications)
Radosveta Angelova

Die Reederei Scandlines und Norsepower, ein Cleantech- und Ingenieurunternehmen, gaben am 26. Mai 2020 die gelungene Installation von Norsepowers Rotorsegel bekannt. Die Installation dauerte nur wenige Stunden während eines geplanten, nächtlichen Aufenthalts an Bord der Hybridfähre „Copenhagen“ an.

Tuomas Riski, CEO Norsepower, kommentierte die Installation folgendermaßen:

„Wir sind hocherfreut darüber, die jüngst erfolgreich abgeschlossene Installation des Rotorsegels bekanntgeben zu können, die zeigt, dass die Nachrüstung ohne längere Unterbrechungen oder Ausfälle des täglichen Betriebs durchgeführt werden kann. Scandlines kann beachtliche Erfolge bei der Investition in neue, saubere Technologien vorweisen, die die CO2-Emissionen ihrer Flotte reduzieren. Die Hinzufügung des Norsepower Rotorsegels macht die „Copenhagen“ zu einer der energieeffizientesten Fähren weltweit.“

Die Hybridfähre „Copenhagen“ verkehrt zwischen Rostock und Gedser, und fungiert somit als Beispiel für die enge Zusammenarbeit zwischen Deutschland und Dänemark. Die Fähre wurde mit einem 30 Meter hohen Segel nachgerüstet, das im Durchmesser fünf Meter misst. Das Segel ist die moderne Version eines Flettner-Rotors, einem rotierenden Zylinder, dessen Technologie auf dem Magnus-Effekt basiert und das Schiff durch Windenergie vorantreibt. Durch die Installation des Rotorsegels können die CO2-Emissionen um voraussichtlich vier bis fünf Prozent reduziert werden, ohne dabei die Geschwindigkeit und Reisezeit zu beeinträchtigen. Das Segel ist die erste geprüfte und kommerziell funktionstüchtige Zusatz-Windantriebstechnologie der globalen maritimen Industrie. Die Lösung ist vollautomatisiert und erkennt, wenn der Wind stark genug ist, um Emissionseinsparungen zu bewirken, sodass das Rotorsegel automatisch gestartet wird.

„Mit dem zunehmenden internationalen regulatorischen und öffentlichen Druck auf die maritime Industrie zur Reduzierung der CO2-Emissionen ist es wichtig, dass die Branche den Wert einer der ältesten Antriebsformen erkennt – den Wert des Windes. Der Markt für Windantrieb wächst, und diese Installation verdeutlicht, wie die Kombination aller Optimierungsverfahren von Schiffen der Schlüssel zu umfassenderem Fortschritt ist“, so Tuomas Riski.

Scandlines‘ CEO, Søren Poulsgaard Jensen, fügt hinzu:

„Wir sehen einen enormen Wert in Investitionen in Technologien, die das Ziel haben, CO2-Emissionen zu reduzieren. Die Zusammenarbeit mit Norsepower an dieser innovativen Lösung hat unsere Werte und Ziele in Bezug auf nachhaltige Schifffahrt ideal ergänzt. Auf unserer modernen Hybridfähre wird diese Lösung die hydrodynamische Optimierung des Schiffsrumpfes und einen elektrischen Hybridantrieb mit einem batteriebetriebenen Energiespeichersystem ergänzen und nicht nur unsere Effizienz, sondern auch unsere Rentabilität verbessern. Wir freuen uns darauf, die unmittelbaren Vorteile dieser Technologie zu sehen.“

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