Russland: Neuer FELB-Service ab St. Petersburg

Der österreichische Schienentransporteur „Far East Land Bridge Ltd.“ (FELB) hat eine neue Schienengüterbahnverbindung zwischen Hamburg, St. Petersburg und Peking als Entlastung und Alternative zur Strecke durch Polen und Belarus installiert.

Die neue Strecke soll die bestehenden FELB-Stecken über Polen entlasten und damit zu weniger Rückstaus führen. Grafik: FELB
Die neue Strecke soll die bestehenden FELB-Stecken über Polen entlasten und damit zu weniger Rückstaus führen. Grafik: FELB

Die neue Strecke zwischen Hamburg, St. Petersburg und Peking soll Spediteuren laut dem Schienentransporteur damit eine neue Lösung bieten. Der Service beginnt mit dem Transport der Waren von den Häfen Rotterdam, Hamburg, Duisburg und Gdansk/Gdynia per Schiff nach St. Petersburg. Von dort aus erfolgt dann der Weitertransport über die Schiene nach Peking.

Lediglich am Terminal Sabaikalsk an der russisch-chinesischen Grenze ist laut dem Unternehmen eine Umspurung nötig, auf der Strecke durch Belarus und Polen muss hingegen zweimal umgespurt werden.

Zuletzt war es wiederholt zu Schwierigkeiten auf dem europäischen Teil der Strecke von Mitteleuropa nach China gekommen. Insbesondere die politische Situation in Belarus und lange Rückstaus an der polnischen Grenze hätten den Transport erschwert. Uwe Leuschner, CEO der FELB Gruppe:   

„Auf lange Sicht wird das neue Angebot ab St. Petersburg die bestehenden Stecken über Polen entlasten, was zu verminderten Rückstaus führen wird. Wir zeigen mit der Strecke über St. Petersburg eine echte Alternative auf, der angesichts steigender Warenvolumina die Zukunft gehört.“

Ab 2022 soll der Service regelmäßig angeboten und die Grundlage eines neuen, stabilen Angebotes in Richtung China darstellen. Ab Januar werde der Service auch auf der Südroute durch Kasachstan angeboten, hieß es.   

Der neue Service umgeht laut dem Unternehmen sowohl Polen als auch Belarus. Die Zugehörigkeit zu RZD BA (Russian Railways Business Asset), und die dadurch resultierende enge Zusammenarbeit mit den russischen Eisenbahnen ermögliche es FELB, auf der Nord- und Südroute flexible Produkte, begrenzte Grenzkontrollen und effiziente Zollabfertigungsverfahren zu gewährleisten. Man habe somit den gesamten Transportweg im Blick und könne Einfluss auf den Ablauf nehmen, hieß es. Uwe Leuschner:

„Der neue Service wird den Warenverkehr mit China merklich verstärken, da wir nunmehr in der Lage sind, unseren Kunden eine stabile Lösung mit beherrschbaren Laufzeiten anzubieten, bei der wir alles selbst in der Hand haben.“

Laut dem Unternehmen erreichte der erste Testzug für den neuen multimodalen Service vom russischen St. Petersburg kommend am 11. Dezember das Terminal in Peking. Der Zug mit 45 Containern war am 25. November gestartet, nachdem die Ware Hamburg per Schiff am 16. November verlassen hatte.

Far East Land Bridge ist spezialisiert auf den Transport von 40 Fuß DV, HV und 20 Fuß Containern zwischen dem Fernen Osten China, Südkorea und Japan sowie Russland und Europa.

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