Rhenus verschifft Stromgeneratoren für schwimmendes Kraftwerk

Der Logistikdienstleister Rhenus Project Logistics transportiert 13 Dieselgeneratoren in die Türkei. Dort werden sie als schwimmendes Kraftwerk eingesetzt.

Der Schwergutspezialist Rhenus Project Logistics hat 13 Stromgeneratoren für ein schwimmendes Kraftwerk in die Türkei geschifft. Foto: Rhenus Project Logistics GmbH & Co.
Der Schwergutspezialist Rhenus Project Logistics hat 13 Stromgeneratoren für ein schwimmendes Kraftwerk in die Türkei geschifft. Foto: Rhenus Project Logistics GmbH & Co.
Daniela Kohnen

Rhenus Project Logistics organisiert derzeit den Transport, Umschlag und Lagerung von 13 MAN-Dieselmotoren sowie Zubehör per Schiff in die Türkei. Dort sollen sie als schwimmendes Kraftwerk zum Einsatz kommen.

Nach einer Zwischenlagerung in Cuxhaven sind die ersten sechs Stromgeneratoren laut dem Schwergutspezialist bereits Ende November 2019 mit dem Schiff BBC Lagos in der Türkei in Tuzla eingetroffen und konnten verbaut werden. Der Transport der übrigen sieben Generatoren ist für die nächsten Monate geplant. Marcus Janowsky, Projektmanager bei Rhenus Project Logistics:

„Bis die ersten Motoren an ihren Einsatzort verschifft werden konnten, wurden sie zunächst auf dem Terminal von Cuxport in einer Halle mit ausreichender Deckenhöhe nässegeschützt gelagert.“

Dafür seien die Motoren auf selbstfahrende Modulfahrzeuge (SPMT) umgeschlagen worden. Der erste Teil des Projektes startete im April 2019, indem 15 Meter lange, fünf Meter breite und knapp sieben Meter hohe MAN-18V51/60 TS-Dieselmotoren von ihrem Produktionsort im französischen Saint-Nazaire nach Cuxhaven transportiert wurden. Aufgrund des hohen Gewichts von 325 Tonnen pro Motor musste hierfür ein Schiff mit geeigneten Kränen für den Umschlag gefunden werden.

An Orten mit schwacher Infrastruktur kommt es immer wieder bei Unternehmen und wichtige Einrichtungen wie Krankenhäusern oder Schulen zu Betriebsausfällen, wenn die Stromversorgung zusammenbricht. Der türkische Energieversorger Karpowership stattet deshalb stillgelegte Massengutfrachter, Schwergutschiffe und Binnenschiffe mit LNG-, Diesel- oder Schweröl-betriebenen Generatoren aus. Diese leisten vom Wasser aus die Stromversorgung als schwimmende Kraftwerke.

Insgesamt betreibt Karpowership in über zehn Ländern 22 der schwimmenden Kraftwerke. Sie decken laut dem Energieversorger insgesamt den Energieverbrauch von rund 34 Millionen Menschen ab. Marcus Janowsky:

„Das Projekt ist für uns besonders wichtig, weil es zum einen eine gute Zusammenarbeit der verschiedenen Unternehmen und Einheiten innerhalb der Rhenus Gruppe darstellt. Zum anderen erfordert der Umschlag von großer und sperriger Ladung zu Land und zu Wasser immer besonderes Fingerspitzengefühl und sehr genaue Planung, die wir hier umsetzen konnten.“

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