Rhein Cargo: Hafen Köln-Niehl eröffnet erste europäische LNG-Station

Der Hafenbetreiber hat im Hafen von Köln-Niehl die erste Festbunkerstation für verflüssigtes Erdgas für Binnenschiffe in Europa eröffnet.

Die Anlage im Hafen Köln-Niehl ist die erste Festbunkerstation für LNG-Binnenschiffe in Europa. Foto: PitPoint.LNG
Die Anlage im Hafen Köln-Niehl ist die erste Festbunkerstation für LNG-Binnenschiffe in Europa. Foto: PitPoint.LNG
Daniela Kohnen

Der Niehler Hafen in Köln hat seit Ende Oktober 2019 die erste LNG-Festbunkerstation  für die Binnenschifffahrt in Betrieb. Eröffnet hatte es das Unternehmen PitPoint.LNG. Die Europäische Union hatte sich an den Kosten beteiligt.

Bisher mussten LNG-Schiffe durch Tankwagen befüllt werden. Dies kann nun vom  Land  aus  über  die  Pumpen  der  Station  erfolgen. Die  Anlage  ist  rund  um  die  Uhr  zugänglich und soll laut dem Hafenbetreiber Rhein Cargo dazu beitragen, eine  europäische LNG-Infrastruktur  für  Schwerlastverkehr  auf  Straße  und  Wasser  zu  entwickeln.

Hauptgründe für die Wahl des Standortes in Köln seien die strategisch optimale Lage am Rhein zwischen Basel und Rotterdam sowie die Erreichbarkeit des Standorts gewesen. Jan Sönke Eckel und Wolfgang Birlin, Geschäftsführer des Hafenbetreibers RheinCargo:

 „Wir  sind  sehr  stolz  darauf,  dass  die  erste europäische LNG-Bunkerstation in unserem Hafen in Köln-Niehl eröffnet wird. Diese Tankanlage ist ein weiterer Baustein in unserem Konzept, auf noch nachhaltigere und umweltschonendere  Transporte  und  die  entsprechende  Logistik  zu  setzen.  LNG  steht  für  eine  zuverlässige  und saubere  Kraftstoff-Alternative.  Die  Nutzung  dieses  Treibstoffs  trägt  dazu  bei,  Schadstoff-Belastungen  zu  senken.  Wir  betrachten  die  Nutzung  von  LNG  als  einen  wichtigen  Schritt,  die Zukunft der Logistik nachhaltig zu gestalten.

Jan  Willem  Drijver,  Geschäftsführer, PitPoint.LNG:

„Die Eröffnung der Bunkeranlage ist ein wichtiger Schritt in Richtung Transport auf dem Wasser. LNG erfüllt die strengsten  Emissionsanforderungen  und  ermöglicht einen umweltschonenderen Transport. Die Bunkeranlage entstand durch einen sogenannten Kettenansatz. Gemeinsam mit  Verladern,  Hafengesellschaften,  Reedereien,  Transportunternehmen  und  der  Unterstützung  der Europäischen  Union  bemühen  wir  uns  intensiv  darum,  den  europäischen  Binnenschiffverkehr nachhaltiger  zu  gestalten.  Unser  Ziel?  Mit  LNG  den  Weg  für  einen  völlig  umweltschonenden Transport  bis  zum  Jahr  2030  zu  ermöglichen.“

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