Renault Trucks: Produktion von E-Lkw am Start

Im März startet der Nutzfahrzeughersteller im Werk Blainville mit der Serienproduktiom der Elektro-Lkw D Z.E. und D Wide Z.E..

Stromer am Bande: Etwa 50 Stunden veranschlagt der Hersteller für die Produktion eines E-Lkw, die auf der gleichen Linie gefertigt werden wie die "fossile Fraktion". | Foto: Renault Trucks
Stromer am Bande: Etwa 50 Stunden veranschlagt der Hersteller für die Produktion eines E-Lkw, die auf der gleichen Linie gefertigt werden wie die "fossile Fraktion". | Foto: Renault Trucks
(erschienen bei LOGISTRA von Johannes Reichel)

Nach dem Verkaufsstart geht Renault Trucks bei den vollelektrischen Trucks den nächsten Schritt und beginnt im März 2020 im Werk in Blainville-sur-Orne mit der Serienproduktion der Verteiler-Elektro-Lkw vom Typ D Z.E. und D Wide Z.E..

Um die Herstellung der Elektro-Modelle zu gewährleisten, habe man in der Anlage verschiedene Vorkehrungen getroffen. So ist jetzt das sogenannte „Z.E. Gebäude“ mit einer Fläche von 1.800 m² vollständig der Elektrifizierung der Fahrzeuge gewidmet.

Durch die Nähe zur Montage der Verteilerfahrzeuge seien jedoch schnelle Prozesse möglich. Im Z.E.-Areal werden vor und nach der eigentlichen Montage die zusätzlichen technischen Schritte an den E-Trucks durchgeführt. Zudem wird es als Lager für Komponententeile genutzt, einschließlich eines temperaturkontrollierten Bereiches für die Lagerung der Batterien.

Die Herstellung eines Elektro-Lkw beginnt eine Woche, bevor dieser auf die Fertigungslinie kommt. Diverse elektro-spezifische Unterbaugruppen wie Antrieb, Motor, Schaltgetriebe und Zentraleinheit werden vormontiert und anschließend auf derselben Montagelinie zusammengebaut wie die Diesel-Modelle, skizziert der Hersteller.

Am Ende der Produktionslinie rollen die Elektro-Lkw ins Z.E.-Gebäude zurück, für die letzten Elektro-spezifischen Arbeitsschritte und die Qualitätskontrolle. Im Anschluss durchlaufen die Elektro-Versionen die weiteren Etappen der Serienherstellung mit einem Test auf der Versuchsstrecke und auf dem Prüfstand zur Leistungsmessung.

Insgesamt werden 50 Arbeitsstunden für die Herstellung eines E-Lkw veranschlagt. Der Hersteller erwartet, dass Elektrofahrzeuge bis 2025 insgesamt zehn Prozent des Absatzvolumens der französischen Volvo-Trucks-Tochter ausmachen. Vor allem der Volvo-Trucks-Großaktionär, der chinesische Geely-Konzern, drückt in Sachen Elektrifzierung auch bei den Lkw aufs Tempo.

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