Renault Trucks: Produktion von E-Lkw am Start

Im März startet der Nutzfahrzeughersteller im Werk Blainville mit der Serienproduktiom der Elektro-Lkw D Z.E. und D Wide Z.E..

Stromer am Bande: Etwa 50 Stunden veranschlagt der Hersteller für die Produktion eines E-Lkw, die auf der gleichen Linie gefertigt werden wie die "fossile Fraktion". | Foto: Renault Trucks
Stromer am Bande: Etwa 50 Stunden veranschlagt der Hersteller für die Produktion eines E-Lkw, die auf der gleichen Linie gefertigt werden wie die "fossile Fraktion". | Foto: Renault Trucks
Daniela Kohnen
(erschienen bei LOGISTRA von Johannes Reichel)

Nach dem Verkaufsstart geht Renault Trucks bei den vollelektrischen Trucks den nächsten Schritt und beginnt im März 2020 im Werk in Blainville-sur-Orne mit der Serienproduktion der Verteiler-Elektro-Lkw vom Typ D Z.E. und D Wide Z.E..

Um die Herstellung der Elektro-Modelle zu gewährleisten, habe man in der Anlage verschiedene Vorkehrungen getroffen. So ist jetzt das sogenannte „Z.E. Gebäude“ mit einer Fläche von 1.800 m² vollständig der Elektrifizierung der Fahrzeuge gewidmet.

Durch die Nähe zur Montage der Verteilerfahrzeuge seien jedoch schnelle Prozesse möglich. Im Z.E.-Areal werden vor und nach der eigentlichen Montage die zusätzlichen technischen Schritte an den E-Trucks durchgeführt. Zudem wird es als Lager für Komponententeile genutzt, einschließlich eines temperaturkontrollierten Bereiches für die Lagerung der Batterien.

Die Herstellung eines Elektro-Lkw beginnt eine Woche, bevor dieser auf die Fertigungslinie kommt. Diverse elektro-spezifische Unterbaugruppen wie Antrieb, Motor, Schaltgetriebe und Zentraleinheit werden vormontiert und anschließend auf derselben Montagelinie zusammengebaut wie die Diesel-Modelle, skizziert der Hersteller.

Am Ende der Produktionslinie rollen die Elektro-Lkw ins Z.E.-Gebäude zurück, für die letzten Elektro-spezifischen Arbeitsschritte und die Qualitätskontrolle. Im Anschluss durchlaufen die Elektro-Versionen die weiteren Etappen der Serienherstellung mit einem Test auf der Versuchsstrecke und auf dem Prüfstand zur Leistungsmessung.

Insgesamt werden 50 Arbeitsstunden für die Herstellung eines E-Lkw veranschlagt. Der Hersteller erwartet, dass Elektrofahrzeuge bis 2025 insgesamt zehn Prozent des Absatzvolumens der französischen Volvo-Trucks-Tochter ausmachen. Vor allem der Volvo-Trucks-Großaktionär, der chinesische Geely-Konzern, drückt in Sachen Elektrifzierung auch bei den Lkw aufs Tempo.

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