Regierung: Es bleibt dabei - bei 40 Tonnen ist Schluss

Eine Erhöhung der zulässigen Gesamtmasse von Lkw-Transporten auf 44 Tonnen würde die Straßeninfrastruktur zu sehr belasten meint die Bundesregierung und lehnt sie deshalb ab.

Zu hohe Belastung für Straßen und Brücken: Die Bundesregierung lehnt eine Erhöhung der Gesamtmasse ab. (Symbolbild: Pixabay)
Zu hohe Belastung für Straßen und Brücken: Die Bundesregierung lehnt eine Erhöhung der Gesamtmasse ab. (Symbolbild: Pixabay)
Nadine Bradl

Die Bundesregierung plant derzeit keine Erhöhung der allgemein höchstzulässigen Gesamtmassen bei Lkw-Transporten. Das geht aus der Antwort der Regierung auf eine Kleine Anfrage der CDU/CSU-Fraktion hervor. Eine allgemeine Erhöhung der höchstzulässigen Gesamtmasse für Fahrzeugkombinationen von 40 Tonnen auf 44 Tonnen und damit eine Angleichung an den Kombinierten Verkehr hätte aus Sicht der Regierung erhebliche Mehrbelastungen der Straßeninfrastruktur und der Brückenbauwerke zur Folge, heißt es in einer Mitteilung. Dies gelte auch für Brücken und Fahrbahnbefestigungen im nachgeordneten Netz, die tendenziell schwächer dimensioniert sind, heißt es in der Antwort.

Getreide-Ausfuhr aus der Ukraine bis zu 44 Tonnen möglich

Das Bundesministerium für Digitales und Verkehr (BMDV) habe die für das nachgeordnete Netz zuständigen Länder um Stellungnahme zu einer möglichen temporären Erhöhung gebeten. Alle Länder hätten eine entsprechende Erhöhung abgelehnt. Das BMDV habe jedoch die Länder Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern (MV) gebeten, für den Transport von für den Weltmarkt bestimmten Agrarerzeugnissen aus der Ukraine zu den Häfen in Mecklenburg-Vorpommern auf den sogenannten Getreidekorridoren vorübergehend (aktuell bis zum 31. August 2022) eine Gesamtmasse für Fahrzeugkombinationen von bis zu 44 Tonnen „nicht zu beanstanden“. Darüber hinaus habe das Ministerium die beiden Länder gebeten,

„von Kontrollen der Einhaltung des Sonn- und Feiertagsfahrverbots sowie der Einhaltung des Samstagsfahrverbots in Ferienzeiten zur Vereinfachung und Beschleunigung des Transports der Agrarprodukte abzusehen“.

Getreideexport aus der Ukraine halbiert

Auf Nachfrage der Unionsfraktion teilt die Bundesregierung des Weiteren mit, dass nach Angaben der Ukraine vor Kriegsbeginn durchschnittlich fünf Millionen Tonnen Getreide pro Monat exportiert worden seien. Im April 2022 habe der Wert bei etwa 600.000 Tonnen gelegen. Nach Informationen der EU-Kommission seien im Mai 2022 etwa 1,7 Millionen Tonnen Getreide exportiert worden - im Juni 2022 mehr als 2,2 Millionen Tonnen.

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