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Rechtstipps bei Starkregen und Sturm

Wer zahlt für Sturmschäden am Fahrzeug? Und wie sind Fahrzeuge bei Hagel und Überschwemmungen durch Starkregen versichert – dies beantworten die Arag-Rechtsexperten.

(Symbolbild: Pixabay)
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Anna Barbara Brüggmann

Generell ist den Arag-Rechtsexperten zufolge für alle Sturmschäden die Windstärke von Bedeutung: So sei beispielsweise die Gebäudeversicherung ab Windstärke 8 für Schäden am Haus zuständig und auch für die Teilkaskoversicherung gelte oftmals ab dieser Windstärke ein Sturm tatsächlich als Sturm, sodass dadurch verursachte Schäden von der Versicherung übernommen werden.

Für eine Übernahme der Kosten raten die Experten, Sturmschäden sorgsam und umgehend zu dokumentieren sowie auch Schadensbegrenzung zu betreiben. Sonst könnte die Bitte um Versicherungsschutz zum Teil abgeschlagen werden.

Wer zahlt jedoch, wenn abgebrochene Äste oder Baumfrüchte auf parkende Fahrzeuge fallen und Dellen im Blech verursachen? Schäden, die durch Äste von Bäumen an öffentlichen Straßen entstanden sind, muss laut Arag die Gemeinde übernehmen, wenn der fragliche Baum nicht gepflegt wurde. Kommunen seien dazu verpflichtet, Bäume zweimal im Jahr auf deren Gesundheitszustand zu überprüfen.

Falle ein Ast von einem kranken Baum, zähle dies als Missachtung der Verkehrssicherungspflicht der Baumeigentümer, der Schaden müsse dann von den Eigentümern übernommen werden. Schäden, welche durch Äste von an und für sich gesunden Bäumen entstehen, zählen nach Angabe der Rechtsexperten zum „naturgegebenen Lebensrisiko“ und werden nicht übernommen.

Gleiches gelte für schädigende Baumfrüchte, so seien die Kommunen weder verpflichtet, Warnschilder aufzustellen noch für Schäden durchfallende Kastanien oder Eicheln aufzukommen.

Wann zahlt jedoch die Versicherung bei Schäden infolge von Hagel und Starkregen? Generell spricht der Deutsche Wetterdienst (DWD) der Arag zufolge von Starkregen, wenn in kurzer Zeit große Mengen an Wasser niedergehen. Warnungen würden bei Regenmengen von 15 bis 25 l/m² in einer Stunde oder 20 bis 35 l/m² in sechs Stunden ausgesprochen.

Eine Unwetterwarnung erfolge ab Regenmengen von mehr als 25 l/m² in einer Stunde oder 35 l/m² in sechs Stunden. Werden Fahrzeuge durch Starkregen, Hagel oder Überschwemmungen beschädigt, zahlt die Teilkaskoversicherung, so die Experten der Rechtschutzversicherung.

Im Falle einer Unwetterwarnung wird empfohlen, einen sicheren Platz für das Fahrzeug zu suchen – am besten nicht in einer Senke oder unter Bäumen. Wird man unterwegs von einem derartigen Unwetter überrascht, sollte man überschwemmte Straßen meiden.

Zudem sollte man keine bereits volllaufende Unterführung passieren, um sich selbst sowie das Fahrzeug zu schützen und den Versicherungsschutz aufrechtzuerhalten. Denn bei grob fahrlässigem Handeln kann die Versicherung den Anspruch kürzen und nur einen Teil des Schadens ersetzen.

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