Rechtstipp: Was tun bei Donner und Blitz?

Eine Unwetterlage bringt die mit Blitzeinschlag verbundenen Gefahren wieder stärker in Erinnerung, wichtig vor allem bei einem Aufenthalt im Freien oder unterwegs. Ratschläge zum richtigen Verhalten in den verschiedensten Situationen kursieren viele, dennoch bleiben immer wieder Fragen. Die Arag hat einige wichtige Verhaltensregeln zusammengestellt.

Foto: Sang Hyun Cho | Pixabay.
Foto: Sang Hyun Cho | Pixabay.
Claudia Leistritz

Gefährlichkeit von Blitzen

Wie die Arag berichtet, werden vom Deutschen Wetterdienst jährlich mehr als zwei Millionen Blitze in Deutschland registriert. Diese werden eingeteilt in ungefährliche Wolken- und die etwa 200.000 bis 400.000 im Jahr auf die Erde niedergehenden Blitze, die hohe Stromstärken bis 40.000 Ampere erreichen können. Zu schützen gebe es dabei zunächst Wohnhäuser sowie Menschen beim Aufenthalt im Freien.

Im Freien

Dem viel zitierten Ratschlag, man solle bei Gewitter im Freien Buchen suchen und Eichen weichen, sollte man jedenfalls nicht folgen, denn gefährlich seien generell alle hohen Bäume: Blitze schlagen immer in am höchsten Punkt ein, unabhängig von der Baumart, so die Arag. Deswegen seien auch andere Orte mit hohen Elementen wie Masten oder Ähnliches zu meiden. Ebenfalls bringe es jedoch nichts, sich im Gegenzug einfach flach auf den Boden zu legen, denn das biete zwar weniger „Erhöhung“, dafür aber mehr Angriffsfläche. Eine bessere Alternative sei praktisch eine Kombination aus den beiden günstigsten Positionen: niedrig und wenig Angriffsfläche. In Bezug auf den Menschen dann also zum Beispiel eine Haltung in der Hocke, mit den Füßen zusammengestellt und am besten mit umfassten Beinen.

Wegen der Stromleitungsfähigkeit von Wasser seien außerdem alle Gewässer wie Seen oder Flüsse zu meiden beziehungsweise schnellstmöglichst zu verlassen.

Unterwegs auf dem Fahrrad sollte man dieses wegen der Leitungsfähigkeit von Metall, das Blitze anziehen kann, lieber abstellen und sich davon entfernen.

In Verkehrsmitteln

Dagegen wird geraten, außerhalb von Gebäuden oder unterwegs nach Möglichkeit in geschlossenen Systemen wie Autos, Bussen oder Zügen Schutz zu suchen, da diese nach dem Prinzip des Faradayschen Käfigs mit ihrer rundum geschlossenen, aus einem elektrischen Leiter bestehenden Hülle den Blitz ableiten können. Dadurch bleibt der Innenraum sicher abgeschirmt. Wichtig: Damit der Schutz funktioniert müssen die Fenster geschlossen sein.

In Gebäuden

In festen Gebäuden sei man grundsätzlich sicher, allerdings sollte man bestimmte Vorsichtsmaßnahmen beachten, denn Blitzableiter sind für Wohnhäuser in Deutschland keine Pflicht, so die Arag Experten. Das gelte nur für Gebäude mit einer Höhe von über 20 Metern. Bei Häusern ohne Blitzableiter solle man also elektrische Geräte ausschalten, am besten ganz ausstecken und vom Stromnetz nehmen, um Schäden an diesen zu vermeiden. Alternativ könne man allerdings, falls man die Geräte dennoch nutzen will, direkt am Stecker einen Überspannungsschutz anbringen.

Mobile Geräte wie Smartphones oder kabellose Telefone könne man zwar nutzen, allerdings hingen diese oft von Routern oder Telefonbasisstationen ab, die dann selbst doch wieder mit dem Stromnetz verbunden sind. Am sichersten sei daher immer noch ein Blitzschutz auf dem Dach.

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