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Rechtstipp: Sind Flip-Flops am Steuer erlaubt?

Ist offenes Schuhwerk am Steuer verboten? Dem Versicherer R+V24 zufolge gibt die Straßenverkehrsordnung keinerlei Vorgaben bezüglich Schuhwerk – kommt es jedoch zu einem Unfall, kann die Versicherung bei lockeren Sandalen unter Umständen Leistungen kürzen.

(Symbolbild: Pixabay)
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Anna Barbara Brüggmann

Der Versicherer R+V24 befragte im Rahmen einer Studie Pkw-Fahrer, ob es erlaubt ist, in sommerlichem Schuhwerk, beispielsweise in Flip-Flops am Steuer zu sitzen. 69 Prozent der Befragten gaben den Versicherungsexperten zufolge an, dies sei verboten.

„Doch das ist einer der größten Verkehrsirrtümer“, sagt Anka Jost, Kfz-Expertin bei der R+V24-Direktversicherung. „Die Straßenverkehrsordnung gibt an keiner Stelle vor, welche Schuhe beim Autofahren getragen werden müssen.“

Theoretisch sei jedes Schuhwerk – egal, ob High Heels oder Sandalen – erlaubt, sogar das Barfuß-Fahren. Aber: Flip-Flops oder lockere Sandalen bieten keinen sicheren Halt, schnell rutsche man damit vom Pedal oder der Schuh verhake sich.

„Gerade in brenzligen Situationen, bei denen jede Sekunde zählt, kann das zu einem Unfall führen“, erklärt Jost.

Die Versicherungs-Expertin empfiehlt deshalb, immer festes Schuhwerk zum Beispiel im Kofferraum griffbereit zu haben. Dies schütze auch davor, dass man mit den offenen Schuhen vom Pedal abrutscht und sich verletzt.

Kommt es beim Fahren mit Flip-Flops zu einem Unfall mit einem anderen Verkehrsteilnehmer, kann dem Fahrer mit losem Schuhwerk eine Teilschuld drohen – allerdings nur, wenn der Fahrer durch die Flip-Flops nachweislich vom Bremspedal abrutsche und deshalb der Unfall passiere, so Jost. Die Kfz- Haftpflichtversicherung kommt nach Angaben von R+V24 für die Schäden des Unfallopfers auf, unabhängig davon, welches Schuhwerk getragen wurde. Anders kann es hingegen bei der Vollkaskoversicherung aussehen:

„Hier kann die Versicherung die Leistungen kürzen, wenn der Autofahrer mit dem Tragen von ungeeigneten Schuhen grob fahrlässig gehandelt hat. Aber das muss immer im Lichte des Einzelfalls geprüft werden“, erläutert Jost.

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