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Rechtstipp: Rechte und Pflichten bei fehlgeleiteten Paketen

Bei fälschlich abgegebenen Paketen ist der Empfänger nicht verpflichtet, die Ware an den Versender oder den eigentlichen Adressaten zu schicken – dies teilen die ARAG-Rechtsexperten mit.
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Anna Barbara Brüggmann

Der irrtümliche Empfänger darf den Rechtsexperten zufolge vom Versender verlangen, die fehlgeleitete Ware binnen einer angemessenen Frist abzuholen. Wird das Paket nicht innerhalb dieser Frist abgeholt, ist dem fälschlichen Empfänger selbst überlassen, was er mit der Ware anstellt – es sei denn, es ist zum Beispiel aufgrund des gleichen Nachnamens erkennbar, dass das Paket eigentlich an einen Nachbarn adressiert ist.
Entscheidet sich der falsche Empfänger dazu, das Paket zur Post zu bringen, kann laut ARAG Experten der Anspruch auf einen sogenannten Aufwendungsersatz, also die Erstattung der Rücksendekosten, geltend gemacht werden.
Prinzipiell gilt: Das Transportunternehmen ist bis zur Ablieferung eines Paketes für die Ware verantwortlich. Aus diesem Grund beginnen sowohl die Zahlungsfrist als auch die Frist des Widerrufrechtrechtes erst, wenn die Ware tatsächlich eintrifft.
Laut ARAG-Rechtsexperten behalten sich die meisten Paketdienste in ihren Allgemeinen Geschäftsbedingungen vor, Pakete beim Nachbarn abzugeben. Es ist jedoch nicht gesetzlich definiert, wie weit dieser maximal entfernt wohnen darf. Allerdings können Empfänger mithilfe einer Vorausverfügung bestimmen, was mit nicht zustellbaren Paketen passiert.

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