Rechtstipp: Erste Hilfe und Corona

Begrenzt werden jetzt Verkehrsbeschränkungen wieder gelockert und Reisen möglich. Allerdings gelten immer noch verschärfte Vorsichtsmaßnahmen gegen eine Infizierung wie das Einhalten bestimmter Mindestabstände. Doch wie schützt man sich und andere am besten, wenn Erste Hilfe zu leisten ist? Die Arag gibt einige Hinweise.

Foto: Pixabay.
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Claudia Leistritz

Die Unsicherheit bei der Leistung von Erster Hilfe im Notfall ist schon zu gewöhnlichen Zeiten groß. Noch mehr gilt das bei der Corona-Pandemie. Aber auch dann macht sich strafbar, wer die Hilfeleistung unterlässt. Auf was man zu achten hat und wie man sich am besten ausrüstet, hat die Arag aufgelistet.

Verbandskasten komplettieren

So könne man den Verbandskasten, falls nicht schon enthalten, mit Einweghandschuhen komplettieren und sollte diese im Fall des Falles möglichst früh überziehen. Wichtig seien dann noch ein Desinfektionsmittel sowie ausreichend Mundschutzmasken, für die verletzte Person wie sich selbst.

Keine Mund-zu-Mund-Beatmung

Die Mund-zu-Mund beziehungsweise Mund-zu-Nase-Beatmung sollte natürlicherweise zum Infektionsschutz unterlassen werden, keinesfalls aber die Herzdruckmassage.

Nach Hilfeleistung desinfizieren

Nach dem Eintreffen professioneller Hilfe sollte man dann die Hände wenn möglich gründlich desinfizieren oder waschen.

Eigene Sicherheit auch beachten

Bei unterlassener Hilfe droht Freiheitsstrafe bis zu einem Jahr oder eine Geldstrafe, wie die Arag ausführt. Allerdings gelte es immer auf die eigene Sicherheit zu achten: Man solle sich selbst nicht in Gefahr bringen. Daher gelte es, bei einem Unfall als erstes die Warnweste anzulegen, den Warnblinker einzuschalten und geschützt hinter der Leitplanke zum Unfallort zu gehen. Zur Absicherung wird auf der Landstraße in 100 Metern, auf der Autobahn in 200 Metern Entfernung vom Unfall am Straßenrand ein Warndreieck aufgestellt. Danach sollte unter der Nummer 112 der Notruf informiert werden. Durchschnittlich, so die Arag, dauere es dann acht Minuten bis zum Eintreffen des Unfallwagens. Gegebenenfalls leisteten die Rettungsleute zusätzlich telefonische Unterstützung. Nach Eintreffen der Rettungskräfte ziehe man sich am besten zurück, wenn die eigene Hilfe nicht mehr benötigt werde.

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