Rechtstipp: Beim Transport von Lithium-Batterien müssen Sicherheitstests nachgewiesen werden

Die seit 1. Januar geltenden neuen gesetzlichen Vorschriften zum Transport von Lithiumionen- und metallbatterien auf der Straße vermittelt der TÜV Süd in Seminaren von ein oder zwei Tagen Dauer. Für Gefahrguttransporte müssen Hersteller und Versender einen Prüfnachweis erbringen.

Foto: Pixabay.
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Claudia Leistritz

Lithiumbatterien oder –akkus sind nicht nur für den Alltag wie bei Powerbanks oder Smartphones unbabdingbar, sondern auch für die Elektromobilität, die sich immer stärker verbreitet. Allerdings sind die damit verbundenen Transporte auch mit gefährlichen Situationen und Risiken verbunden, die wiederum vermehrte Vorschriften zur Sicherheit mit sich bringen. Daher sind nur geprüfte Batterien für einen Transport zugelassen, unabhängig von der Größe.

So sind also auch bereits kleine Einheiten wie Powerbanks oder andere Geräte zum Betrieb von zum Beispiel Lautsprechern oder Smartphonekomponenten betroffen – wie kleine Werbegeschenke, ganz abgesehen von Notebooks, Smartphones, Tablets, aber auch E-Bikes. Es betrifft den gesamten Lebensbereich, denn auch Haushaltsgeräte werden zunehmend mit Lithiumbatterien betrieben. Hersteller und Vertreiber müssen dann für die Transporterlaubnis einen Testnachweis erbringen, andernfalls riskieren sie eine Geldstrafe. Manche Speditionen transportieren ohne dieses Papier überhaupt nicht.

Der Test wird unter den Bedingungen, wie sie im Report der Vereinten Nationen mit der Bezeichnung UN 38.3 beschrieben sind, durchgeführt und entscheidet, ob eine Batterie befördert werden darf oder nicht. Da manche Batterien in ihrer Herkunft und Zusammensetzung nicht eindeutig identifizierbar sind, wurde die Dokumentation mit verschärften Regelungen versehen. Seit 1. Januar 2019 mit einer Übergangsphase von einem Jahr, also definitiv seit 1. Januar 2020, müssen Hersteller und Vertreiber alle nach dem 30. Juni 2003 hergestellten Batterien nach dem UN 38.3 Report nachweislich getestet haben und dem Spediteur vor dem Transport aushändigen.

Es handelt sich dabei um ein standardisiertes Datenblatt mit Empfehlungen zur Beförderung gefährlicher Güter. Unter simulierten Testbedingungen mit insgesamt acht Testmodulen wird die Batterie bestimmten Tests unterzogen, die beim Transport eine Rolle spielen wie Druck, Temperatur, Schwingung, erzwungene Überladung oder Aufprall. Beschrieben ist das Verfahren im UN Handbuch Prüfungen und Kriterien zur Beförderung gefährlicher Güter der Vereinten Nationen.

Die Kurse des TÜV Süd richten sich gleichermaßen an Hersteller, Versender oder Verpacker und informieren über die neuesten Vorschriften sowie unter anderem über die Klassifizierung und sichere Verpackung von Gefahrgut. Ein Extra-Kurs richtet sich an solche, die mit dem Versand über den Luftverkehr zu tun haben.

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