Rechtstipp: Auch an heißen Tagen ist geeignetes Schuhwerk nötig

Die GTÜ Gesellschaft für Technische Überwachung mbH rät auch bei sommerlich warmen Temperaturen davon ab, sich barfuß oder mit Flip-Flops ans Steuer zu setzen, denn es gilt, jegliche Risiken für sich selbst sowie andere Verkehrsteilnehmer zu vermeiden.

Besser nicht barfuß am Steuer - denn es könnte auch haftungs- und versicherungsrechtliche Konsequenzen nach sich ziehen...(Foto: GTÜ)
Besser nicht barfuß am Steuer - denn es könnte auch haftungs- und versicherungsrechtliche Konsequenzen nach sich ziehen...(Foto: GTÜ)
Anna Barbara Brüggmann

Nach Angaben der GTÜ Gesellschaft für Technische Überwachung mbH ist das Barfußfahren in Deutschland nicht verboten. Verkehrsteilnehmer dürften demnach selbst entscheiden, ob sie ohne Schuhe, in Sandalen, Latschen oder festem Schuhwerk fahren möchten.

Allerdings sollte den GTÜ-Experten zufolge unbedingt Paragraf 1 der Straßenverkehrsordnung (StVO) beachtet werden: „Wer am Verkehr teilnimmt, hat sich so zu verhalten, dass kein anderer geschädigt, gefährdet oder mehr, als nach den Umständen unvermeidbar, behindert oder belästigt wird.“

Sicherheit geht vor

Etwaige Risiken, die vom Fahren ohne geeignetes Schuhwerk ausgehen, sollten also sowohl für die eigene Person als auch für andere Verkehrsteilnehmer vermieden werden.

Beim barfüßigen Autofahren fehle der volle Halt auf den Pedalen, auch die Kraftübertragung könne ungenau sein, so die Erklärung der GTÜ.

Dies könnte fatale Folgen haben, beispielsweise wenn der bloße Fuß vom Bremspedal rutscht und das Fahrzeug nicht rechtzeitig zum Stehen kommt.

Zudem könne ein ungeschützter Fuß bei einem Unfall schwer verletzt werden. Die GTÜ rät deshalb dazu, immer festes Schuhwerk zu tragen, um eine optimale Kontrolle über das Fahrzeug zu haben und jegliches Unfallrisiko zu minimieren.

Falls es kracht...

Darüber hinaus sind ebenfalls haftungs- und versicherungsrechtliche Aspekte zu beachten, so die Experten mit Verweis auf den ADAC.

Komme es beispielsweise zu einem Unfall, bei dem der Unfallgegner klar die Vorfahrt missachtet hat, könne sich das haftungsrechtlich in Form einer Mithaftung des Geschädigten auswirken, wenn dieser mit den geeigneten Schuhen den Unfall trotz der Vorfahrtsverletzung noch hätte verhindern können.

Der Automobilclub erklärt zudem, dass möglicherweise die Vollkaskoversicherung nach einem Unfall mit ungeeigneten Schuhen die Leistung bezüglich des Schadens am eigenen Fahrzeug wegen grober Fahrlässigkeit mindern oder ganz verweigern könnte.

Und Radfahrer?

Auch fürs Fahrradfahrern rät die GTÜ vom Barfuß-Fahren ab - zwar seien auch dafür Schuhe nicht gesetzlich vorgeschrieben. Ähnlich wie beim Autofahren senke sicherer Halt auf den Pedalen aber das Unfallrisiko. Außerdem sei die Verletzungsgefahr hoch, wenn zum Beispiel der bloße Fuß vom Pedal rutscht oder in die Speichen gerät. Festes Schuhwerk kann also, sind sich die Experten sicher, einen wichtigen Beitrag zur Verkehrssicherheit leisten.

Symboldbild Transportjobs

Mehr als 750 aktuelle Jobangebote aus der Transportbranche, vom Lkw-Fahrer über Fuhrparkmanager bis zu Disposition, Teamleitung und vieles mehr mit individueller Suchfunktion und Kartenansicht bieten wir Ihnen ab sofort in unserem Job-Bereich: Ihr nächster Schritt auf der Karriereleiter?

Alle Transport-Jobs anzeigen »