Rechts-Tipp: Nie auf die Helfer verlassen

Auch wenn ein Fahrzeug mit Assistenzsystemen ausgerüstet ist, trägt immer der Fahrer alleine die Verantwortung. Darauf weist der TÜV Rheinland hin.
Christine Harttmann

In modernen Autos unterstützen zahlreiche Assistenzsysteme den Fahrer, vom Tempomaten mit Abstandsregelung über Notbremsassistent, Verkehrsschilder- und Müdigkeitserkennung sowie Spurwechsel- und Totwinkelwarner bis hin zu Kameras, die 360-Grad-Bilder aus der Vogelperspektive liefern. Blind darauf verlassen sollte sich der Fahrer aber nicht. Das macht Steffen Mißbach, Kraftfahrtexperte von TÜV Rheinland klar: „Für sämtliche Systeme gilt, dass der Fahrer immer die volle Verantwortung und die rechtlichen Folgen eines Fehlverhaltens trägt – etwa bei einem Unfall oder Parkrempler. Denn er hat die Herrschaft über die Hilfsmittel und kann sie jederzeit manuell beeinflussen.“ Einige der Systeme verhinderten zwar in vielen Fällen das Schlimmste und retteten Leben, aber die Fahrphysik könnten auch sie nicht außer Kraft setzen.

Hinzu kommt, das radargesteuerten Abstandssensoren bei starkem Schneefall oder Regen durch Empfangsstörungen mitunter nicht mehr einwandfrei funktionieren. Der Fahrer müsse also jederzeit bereit sein, korrigierend einzugreifen, stellt der TÜV Rheinland klar. Bei vielen Systemen sind lediglich bestimmte Fahrparameter gespeichert, die aber nicht in allen prekären Situationen hundertprozentig passen. „Beispielsweise mindert der Notbremsassistent die Unfallfolgen erheblich ab, jedoch ist er kein Allheilmittel, das einen Crash in jedem Fall verhindert"“, erklärt Mißbach. Generell sollten sich Autofahrer nicht blind auf die Systeme verlassen, denn das könne schnell zu einem folgenschweren Irrtum führen.

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