RCG: Verbindung zwischen Kiew und Wien gestartet

Die ÖBB Rail Cargo Group (RCG) hat mit dem ersten Test-Güterzug mit nicht kranbaren Sattelaufliegern aus der Ukraine den Grundstein für die Anbindung des ukrainischen Kiew an das österreichische Wien gelegt. Die r2L-Umschlagtechnologie macht das Verladen der Sattelauflieger möglich.

Erstmals werden auf der Route Kiew-Wien nicht kranbare Sattelauflieger kranbar gemacht und per Schiene transportiert. Fotos: RCG
Erstmals werden auf der Route Kiew-Wien nicht kranbare Sattelauflieger kranbar gemacht und per Schiene transportiert. Fotos: RCG
Daniela Sawary-Kohnen

Nachdem der TransFER auf der Transport Logistic München erstmals vorgestellt wurde, legt der erste Testzug jetzt den Grundstein für weitere Transporte innerhalb des TransFER Vienna–Kyiv. Die ÖBB Rail Cargo Group (RCG) bindet damit in Zusammenarbeit mit der Ukrainischen Staatsbahn (UZ) die Ukraine an ihr intermodales Netzwerk TransNET an.

Mit der neuen Verbindung zwischen Kiew und Wien mit Halt in Budapest wird eine erste regelmäßige, hochfrequente intermodale Verbindung zwischen der Ukraine und den zahlreichen Hubs in Zentraleuropa angeboten.

Der Testzug fuhr Ende September von Kiew zum Rail Cargo Terminal BILK in Ungarn und beförderte erfolgreich nicht kranbare Sattelauflieger mit Baustoffen auf die Schiene. Bisher wurden die nicht kranbaren Sattelauflieger auf dieser Strecke ausschließlich per Lkw transportiert, wie auch normalerweise in der Branche üblich.

Die Premiere auf Schiene für diese Strecke ist somit laut der ÖBB nicht nur ein Plus für die Umwelt, sondern entlastet auch die aktuell angespannte Situation hinsichtlich Lkw-Fahrer:innenmangel in der Ukraine.

Technologie r2L – roadrailLink

Möglich macht es die Technologie r2L – roadrailLink. Diese Umschlag- und Transporttechnik, die der Waggonvermieter VTG gemeinsam mit dem Partner VEGA International entwickelt hat, macht das Verladen nicht kranbarer Sattelauflieger jeglicher Art wirtschaftlich umsetzbar, so die ÖBB.

So werden nicht kranbare Trailer kranbar und können für den Kombinierten Verkehr genutzt werden. Bei der vollverzinkten r2L-Lösung handelt es sich um eine Plattform, die mit Terminalkränen oder Reach-Stackern vertikal in und aus einem Doppeltaschenwagen gehoben werden kann.

Aber auch abseits des Intermodalverkehrs fließt der Güterverkehr zwischen der Ukraine und der EU. Nach wie vor transportiert die RCG monatlich rund 150.000 Tonnen ukrainisches Getreide in Richtung EU.

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