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Projekt: Isländischer Seehafen

Bremenports plant gemeinsam mit isländischen Partnern die Gründung der Finnafjord Port Development Company. Im Nordosten Islands soll ein Hafen entstehen.

In Reykjavik hat Bremenports mit isländischen Partnern eine Vereinbarung zur Gründung eines Hafens im Nordosten der Insel unterzeichnet. Foto: Bremenports
In Reykjavik hat Bremenports mit isländischen Partnern eine Vereinbarung zur Gründung eines Hafens im Nordosten der Insel unterzeichnet. Foto: Bremenports
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Daniela Kohnen

Laut der Hafenmanagement-Gesellschaft soll im Nordosten Islands am Finnafjord ein Hafen- und Industriestandort entstehen. Dazu hat Bremenports zusammen mit isländischen Partnern in Reykjavik eine Vereinbarung unterschrieben. Ermöglicht werden soll damit die Gründung der Finnafjord Port Development Company.

Mit diesem Schritt werde die Entwicklung des Hafens laut Bremenports konkreter, für dessen vollständige Realisierung man insgesamt bis zu 40 Jahre einplane. Gemäß der Absichtserklärung umfasst das Projekt einen Tiefwasserhafen in der Gemeinde Langanesbyggð, ein Industriegelände für die Versorgung des Hafens und gewerbliche Aktivitäten. Hinzu komme der Ausbau der Infrastruktur für den Hafen und für die am Standort vorgesehene Industrie einschließlich der Strom- und Wasserversorgung sowie die Straßenanbindung. Gleichzeitig solle eine zoll- und steuerfreie Zone entstehen.

An der Hafenentwicklungsgesellschaft wird Bremenports laut eigenen Angaben zunächst 66 Prozent der Anteile halten. Das isländische Beratungsunternehmen Efla sei mit 26 Prozent und die isländischen Gemeinden mit acht Prozent an dem Hafenprojekt am Finna Fjord beteiligt.

Erste Überlegungen zu dem Projekt gehen auf das Jahr 2007 zurück. Damals habe die isländische Zentralregierung laut der Hafenmanagement-Gesellschaft in Zusammenarbeit mit den Gemeinden Langanesbyggð und Vopnafjarðarhreppur über die Efla prüfen lassen, ob am Finnafjord ein Hafen- und Industriestandort realisiert werden könne und für die Planung Projektpartner zu gewinnen seien. 2014 wurde dann ein Kooperationsvertrag zwischen Efla, Bremenports und den Gemeinden geschlossen.

Der bremische Senator für Wirtschaft, Arbeit und Häfen, Martin Günthner:

„Das Hafenprojekt auf Island bietet eine konkrete Langzeitperspektive für eine Entwicklung, die sicherlich über mehrere Jahrzehnte gehen wird. Es schafft Voraussetzungen für die nachhaltige Entwicklung der Arktis und trägt dazu bei, sich entwickelnde neue Schifffahrtsrouten sicherer zu machen.“

 Große Veränderungsmöglichkeiten werden laut Bremenports in der Arktis unter anderem durch die Veränderungen der Schifffahrtsrouten erwartet. Bei einer ganzjährigen Befahrbarkeit der Nordostpassage zwischen Asien und den USA würden sich die Fahrzeiten um mehr als zwei Wochen reduzieren. Der Finnafjord biete sich in diesem Zusammenhang als Basishub für einen Universalhafen an, von dem aus die Weiterverteilung der Güter in den jeweiligen Zielregionen erfolgen könne.

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