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Prognose: Mehr Güterverkehr insgesamt, weniger innerdeutsch

Der Güterverkehr in Deutschland wird bis 2017 zunehmen, allerdings bedingt durch einen stärkeren Anstieg des grenzüberschreitenden Verkehrs. Den innerdeutschen Güterverkehr sieht die „Kurzfristprognose Sommer 2015“ leicht rückläufig
Foto: HHLA
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Redaktion (allg.)

Das gesamte Transportaufkommen in Tonnen werde demnach durchschnittlich um 0,4 Prozent pro Jahr bis 2017 zulegen. Die Transportleistung in Tonnenkilometern soll um rund ein Prozent jährlich zunehmen. Somit werden leichte Zuwächse bei der durchschnittlichen Transportentfernung erwartet. Das ist das Ergebnis der „Kurzfristprognose Sommer 2015“, die das Bundesamt für Güterverkehr in Zusammenarbeit mit TCI Röhling Transport Consulting jetzt veröffentlicht hat. Auftraggeber der Studie ist das Bundesverkehrsministerium.

Während der Güterverkehr insgesamt leicht zunimmt, erwarten die Prognostiker, dass er innerhalb Deutschlands bis 2017 um etwa ein Prozent zurückgeht. Das wiederum bedeutet, dass der grenzüberschreitende Güterverkehr, also Import-, Export- und Transitverkehre, überproportional zunimmt. Hier erwarten die Experten eine Zunahme von 2,3 Prozent pro Jahr bei der Tonnage.

Runtergebrochen auf die einzelnen Verkehrsträger in Deutschland, ergeben sich kleinere Verschiebungen des so genannten Modal Splits. Laut Kurzfristprognose musste die Güterbahn insbesondere in den Jahren 2014 und 2015 Gütermengen an das Binnenschiff und den Lkw abgeben. Der offensichtliche Grund für diese Annahme sind die zurückliegenden Bahnstreiks. Aber auch der seit langem beobachtete Güterstruktureffekt, wonach bahnkompatible Güterarten wie Bergbauerzeugnisse, Steine und Erden, Kokereiprodukte und chemische Erzeugnisse relativ betrachtet weniger werden. Ein weiterer Grund ist der Trend zu kleinteiligen Sendungen.

Beim Seeverkehr prophezeit die Studie ein Wachstum der Transportmengen um 7,3 Prozent von 2014 bis 2017. Das entspricht einem jährlichen Wachstum von durchschnittlich 2,4 Prozent. Wachstumstreiber seien hier die Handelsnationen USA und Indien, während der Außenhandel mit China und Russland in Anlehnung an die aktuelle IWF-Prognose mit gedämpfter Erwartung in die Prognose einging.

Die Luftfracht soll nach der Prognose mit einem Wachstum von 1,4 Prozent das aktuelle Jahr beenden. Für die Jahre 2016 und 2017 wird erwartet, dass die Luftfracht mit der zum Jahresende 2015 an Schwung gewinnenden Weltwirtschaft mitzieht. Wachstumsraten um die zwei Prozent werden dann vorhergesagt.

(tpi)
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