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Professionelles E-Cargobike für die KEP-Branche

Der Berliner Hersteller ONO will mit einem speziell designten E-Lastenrad KEP-Anwendern eine gewerbetaugliche Lösung auf dem technischen Niveau der Automobilindustrie bieten.

So soll das neue e-Cargobike aussehen. (Foto: Ono)
So soll das neue e-Cargobike aussehen. (Foto: Ono)
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Johannes Reichel

Das Berliner Transport- und Mobilitäts-Start-Up ONO hat erste Details zu seinem neuen E-Cargobike veröffentlicht, das am 29. November 2018 offiziell präsentiert wird. Nach Vorstellung des neuen Anbieters aus Berlin soll die sogenannte “ONO” insbesondere in der Kurier-, Express- und Paketbranche (KEP) zum Einsatz kommen und dort konventionelle Zustellfahrzeuge auf der “Letzten Meile” ablösen. Das E-Cargobike verfügt über eine wettergeschützte Kabine und soll leicht zugänglich sein. Es wird angetrieben über einen 250-Watt-Radnaben-Elektromotor (1.000 Watt Boost), stufenlose Automatikschaltung und kann ohne Führerschein gefahren werden. Ein Rückwärtsgang und eine Anfahrhilfe bis sechs Stundenkilometer erleichtern das Handling. Die Energie für den Antrieb kommt aus einem, wahlweise auch zwei Greenpack-Lithium-Ionen-Akkus mit je 1400 Wh Kapazität, die wechselbar sind und für 50 respektive 100 Kilometer Reichweite genügen sollen.

Das Ladevolumen des 3,40 Meter langen und 1,16 Meter breiten und 2,05 Meter hohen E-Cargobikes beträgt zwei Kubikmeter. Vier Ladungen der wechselbaren Containereinheiten sollen damit das Ladevolumen eines gängigen Zustell-Transporters ersetzen. Bei der Nutzlast erreicht das 150 Kilogramm schwere Fahrzeug eine Zuladung von 300 Kilogramm inklusive 90-Kilogramm-Container und Fahrer.

Hohe Bedienergonomie, konnektives RFID-Schließsystem

Die Ausstattung des E-Cargobikes wird ergänzt durch Außenspiegel, eine automatische Wegfahrsperre, ein Bluetooth-Soundsystem, ein konnektives RFID-Schließsystem, GPS-Tracking sowie eine Lichtanlage mit Blinker und Bremslicht. Das Cockpit soll hohe Bedienergonomie, die Sitzposition gute Übersicht bieten. Um den Anforderungen der KEP-Branche gerecht zu werden, reklamiert der Hersteller für sich eine Konstruktion und Design auf „Niveau der Automobilindustrie“, wie es heißt. Für das Design zeichnet Murat Günak, der ehemalige Chefdesigner des Volkswagen Konzerns verantwortlich. „Wir wollen die Flexibilität eines Lastenrades mit dem Qualitätsanspruch der Automobilindustrie verbinden”, umreißt Günak den Anspruch.
 

Disruptive Lösung für die erste und letzte Meile

Die Entwickler wollen sich aber nicht nur auf das Produkt beschränken, sondern dieses einbinden in einen Prozess mit sogenannten Mikrodepots, die den Zustellprozess nachhaltiger gestalten und das Lkw-Aufkommen im urbanen Raum senken. Auf ein ähnliches Konzept setzen UPS und der neue E-Cargobike-Anbieter Rytle.

„Mehr als drei Viertel der innerstädtischen Staus werden zu Stoßzeiten durch Wirtschaftsverkehr, also zum Beispiel in zweiter Reihe parkende Lieferfahrzeuge, verursacht”, erklärt Beres Seelbach, CEO von ONO.

„Das könne sich mit einer Lösung wie dem ONO ändern, in der die erste beziehungsweise letzte Meile der Paketzustellung abseits der Straße und ohne Transporter gedacht werde. Damit leiste man einen entscheidenden Beitrag dazu, Städte künftig lebenswerter zu machen.“

Zur Finanzierung der für 2019 geplanten Pilotprojekte startet der Anbieter eine Crowdfunding-Kampagne via Seedmatch. Über die Preise und den weiteren Vertrieb sowie Service und Wartung des E-Cargobikes wurde noch nichts verlautbart.

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