Port Emmerich: Hafenerweiterung abgeschlossen

Rund ein halbes Jahr nach dem Spatenstich wurde im Emmericher Hafen die Eröffnung der Erweiterungsfläche gefeiert. Die 8.000 Quadratmeter große Fläche soll neue Möglichkeiten für den Containerumschlag schaffen.

Mit der neuen Containerbrücke sollen Umstauvorgänge vermieden werden. (Foto: Romen)
Mit der neuen Containerbrücke sollen Umstauvorgänge vermieden werden. (Foto: Romen)
Anna Barbara Brüggmann

Umschlagprozesse optimieren möchte der Port Emmerich mit einer nun vollendeten Hafenerweiterung. Auf dem 8.000 Quadratmeter großen Areal wurden Stellplatzkapazitäten und Umschlagmöglichkeiten für Container geschaffen, um flexibler auf Warenströme regieren zu können, so Arndt Wilms, Prokurist der Port Emmerich – Infrastruktur- und Immobiliengesellschaft mbH (PE).

Die gesamte Investitionssumme belaufe sich auf rund vier Millionen Euro, die Maßnahme sei vom Bund im Rahmen der Richtlinie für Kombinierten Verkehr gefördert worden.

Der Bau startete im März 2023, circa 2.400 Lkw hätten seitdem 26.000 Tonnen Boden abtransportiert, zum Einsatz kamen stattdessen 23.300 Tonnen RC-Material als Trag- und Frostschutzschicht, diese wurde anschließend asphaltiert. Aus Lärmschutzgründen wurde zudem eine Schutzwand aus 24 Seecontainern errichtet.

Betreiber der Erweiterungsfläche sowie des gesamten Containerterminals ist die Contargo Rhein-Waal-Lippe GmbH. Die Planung und Überwachung der Erweiterung lag in der Verantwortung der Bovenkerk & Partner Ingenieurgesellschaft, umgesetzt wurden die Arbeiten von der Eurovia Bau GmbH.

Der Emmericher Hafen ist durch das neue Areal auf eine Gesamtfläche von 56.000 Quadratmeter gewachsen, so die Angaben. Am trimodal erschlossenen Containerhafen würden pro Jahr rund 100.000 TEU umgeschlagen werden.

Zwei neue Kranbrücken geplant

Als nächstes Projekt soll das Fundament der Kranbahn komplett erneuert werden, anschließend sollen zwei neue Kranbrücken in Betrieb gehen.

„Die neuen Kranbrücken werden so ausgelegt, dass die Lastspielzeiten um bis zu 20 Prozent reduziert werden können“, so Marcel Lueb, Projektingenieur bei PE, der das Projekt begleitet. Er fügt hinzu: „Zudem ermöglicht die eingeplante Rekuperation, je nach vorherrschenden Betriebsbedingungen, Energieeinsparpotenziale ebenfalls im zweistelligen Prozentbereich.“

Hafenverbund stärken

Die Erweiterungs- und Erneuerungspläne in Emmerich sollen auch dem gesamten Hafenverbund der DeltaPort Niederrheinhäfen Auftrieb verschaffen.

Diesem gehören neben dem Hafen Emmerich, die Häfen der DeltaPort GmbH & Co. KG (Rhein-Lippe-Hafen Wesel, Stadthafen Wesel, Hafen Voerde-Emmelsum) und der NIAG-Hafen Rheinberg-Orsoy an. Ziel sei es, die Binnenhäfen am Niederrhein zu stärken und als gemeinsamer Standort nördlich von Duisburg aufzutreten.

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