Pneuhage: Reifenrunderneuerung von Michelin

Der Runderneuerer für Lkw-Reifen setzt auf die Recamic-Kaltrunderneuerung von Michelin.

In der Recamic-Runderneuerung von Lkw-Reifen wie bei Michelin liegt ein großes Einsparpotenzial bezüglich Ressourcen und Kosten. Foto: Michelin
In der Recamic-Runderneuerung von Lkw-Reifen wie bei Michelin liegt ein großes Einsparpotenzial bezüglich Ressourcen und Kosten. Foto: Michelin
Daniela Sawary-Kohnen

Die Pneuhage Gruppe will auch künftig auf das Kaltrunderneuerungsverfahren Recamic von Michelin setzen, hieß es. Darauf hätten sich beide Unternehmen im Januar 2024 geeinigt. Philipp Ostbomk, Vice President Sales B2B Europa Nord:

 „Wir sind sehr froh über die Erneuerung unserer Partnerschaft mit Pneuhage – das ist ein wichtiges Zeichen für die Branche, gerade in so schwierigen Zeiten wie heute. In der Runderneuerung von Lkw-Reifen liegt ein enormes Einsparpotenzial für Flotten und Transportunternehmen. Die Kunden erwarten wirtschaftliche Lösungen, die ihnen Kosteneinsparungen aufzeigen und sie dabei unterstützen, ihren Beitrag zu einem nachhaltigen Transport zu leisten.“

Von Gummimischung bis Schulung

Das Technologie-Paket für die Kaltrunderneuerung umfasst den kompletten Maschinenpark, Original-Reifenprofile und Gummimischungen von Michelin, Rohmaterial wie Klebstoffe und Schulungen. Pneuhage produziert die runderneuerten Lkw-Reifen in seinen beiden Werken in Karlsruhe und Nossen. Die Anlagen haben eine Kapazität von je rund 40.000 Reifen pro Jahr. Erwin Schwab, Geschäftsführer der Pneuhage Reifenerneuerungstechnik GmbH:

„Die absolute Zufriedenheit unserer Kunden ist das, was für uns zählt. Profilseitig erreichen wir diese durch die Qualität und das Sortiment an Recamic-Laufstreifen für eine große Vielfalt an Einsatzbedingungen. In Sachen Nachhaltigkeit zählt nicht nur die Marken-neutrale Wiederverwendung von kundeneigenen oder anderen geprüften Karkassen. Auch bei Laufleistung und Rollwiderstand können die von uns im zertifizierten Verfahren erneuerten Reifen im Vergleich zu Neureifen überzeugen. Unsere handwerkliche Leistung in der Runderneuerung in Kombination mit dem Verfahren von Recamic sorgt zudem für höchste Einsatzsicherheit. In mehr als 20 Jahren konnten wir damit auch anfängliche Skeptiker begeistern und blicken auf einen treuen Kundenstamm.“

Ressourcen und Kosten sparen

Die Lkw-Runderneuerung bietet viel Einsparpotenzial, denn ein runderneuerter Reifen senke die Gesamtbetriebskosten von Speditionen und Flotten. Der Reifen könne seine Laufleistung nahezu verdoppeln und sei durchschnittlich rund 40 Prozent günstiger als ein gleichwertiger Neureifen, hieß es. Dabei garantierten die hohen Standards, zertifizierten Prozesse und hochwertigen Laufstreifen eine konstante Qualität der Reifen.

Gleichzeitig müssen der Karkasse durchschnittlich nur 20 Kilogramm Rohstoffe hinzugefügt werden im Gegensatz zu einem Neureifen, der etwa 70 Kilogramm beansprucht. Die Runderneuerung von Lkw-Reifen verbraucht im Vergleich zur Produktion eines Neureifens bis zu 70 Prozent weniger natürliche Ressourcen, stößt 60 Prozent weniger CO2 aus, hat einen 50 Prozent geringeren Energieverbrauch und spart pro Reifen rund 80 Prozent Wasser ein, heißt es aus den Unternehmen.

Pneuhage ist seit 2001 lizenzierter Michelin Partner für das Kaltrunderneuerungsverfahren für Lkw-Reifen.

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