Platooning: Bund fördert vernetzte Lkw Kolonnen

DB Schenker, MAN und die Hochschule Fresenius initiieren ein gemeinsames Platooning-Projekt. Die ersten Testfahrten starten im Frühjahr 2018. Unterstützung erhalten die Projektpartner dabei von Seiten des Bundesverkehrsministeriums (BMVI).
(Foto: VW AG)
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Christine Harttmann

Ein entsprechender Bescheid über eine Fördersumme von rund zwei Millionen Euro liegt vor. Die dem wissenschaftlich begleiteten Platooning-Projekt zugesagten Gelder sollen für 20 Monate von Juni 2017 bis Januar 2019 fließen.

Über mehrere Monate werden die Kooperationspartner auf dem Digitalen Testfeld Autobahn A9 für mehrere Monate Lkw-Platoons im Alltagsbetrieb testen. Praxistauglichkeit und Systemsicherheit sowohl im realen Straßenverkehr als auch in den Logistikabläufen von DB Schenker werden ebenfalls untersucht. Dabei geht es auch darum, potentielle Auswirkungen der neuen Technologie auf den Beruf des Lkw-Fahrers zu untersuchen.

Bundesverkehrsministerium Alexander Dobrindt (CSU): „Das automatisierte und vernetzte Fahren ist schon bald Realität. Mit dem Projekt Lkw-Platooning kommt die Technologie vom Labor auf die Straße.“ Der Bund stelle für das Forschungsprojekt insgesamt 100 Millionen Euro Fördergelder bereit, so der Minister. „Mit der Entwicklung und Erprobung vernetzter Lkw starten wir ein weiteres Projekt auf unserem Digitalen Testfeld Autobahn A9. Ziel unserer Förderung ist, Deutschland zum Leitmarkt für das automatisierte und vernetzte Fahren zu machen.“

Die Fördersumme wird je nach Budgetbedarf der Projektpartner aufgeteilt. Als Projektkoordinator plant DB Schenker die ersten Testfahrten auf dem Digitalen Testfeld plant DB Schenker ab Frühjahr 2018 zwischen den DB Schenker-Niederlassungen München und Nürnberg durchgeführt. Die Versuchsfahrzeuge kommen aus der Werkstatt des Lkw-Bauers MAN. Die Hochschule Fresenius erforscht die Auswirkungen der neuen Technologie auf die Fahrer im Platoon. Schwerpunkte liegen dabei auf der neurophysiologischen und psychosozialen Ebene. „Es ist wichtig, von Beginn an die Menschen mitzunehmen, die von der Entwicklung zentral betroffen sind“, erläuterte Professor Dr. Christian T. Haas, Leiter des Institutes für komplexe Gesundheitsforschung an der Hochschule Fresenius. „Unsere Erkenntnisse aus der Untersuchung der Effekte an der Mensch-Maschine-Schnittstelle fließen unmittelbar zurück in die Technologieentwicklung und Gestaltung der Arbeitsbedingungen.“

Zu Beginn verkehren die Lkw noch ohne Ladung, um die Fahrbedingungen im Alltagsverkehr zu untersuchen und die Fahrer zu schulen. Im Laufe des Jahres 2018 sollen bis zu drei Fahrten täglich mit realen Ladungen unterwegs sein.

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