Personalien: Neue Gesichter der Branche

Eine ganze Reihe neuer Aufgabenbereiche übernimmt der neue Geschäftsführer von Pfenning Logistics im dreiköpfigen Leitungsteam auf einen Schlag; bei Infraserv hört der langjährige Geschäftsführer zum Ende des Jahres auf und will damit den Weg frei machen für neue Impulse.

Symbolbild: Pixabay
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Claudia Leistritz

Wie die Planungsgesellschaft Kombinierter Verkehr (PKV) meldet, wurde zum 1. Februar 2022 als neue Geschäftsführerin die von der Kombiverkehr KG entsandte Projektleiterin Viktoria Präg-Jähn ernannt. Die Diplom-Kauffrau leitet das Unternehmen nun zusammen mit Carola Belitz, Head of Affiliated Company Management bei der DB Cargo AG. Präg-Jähn übernimmt die Bereiche Anlagenbetrieb und Technik von Hans Pieper, der zum Ende des letzten Jahres auf eigenen Wunsch die Position als Geschäftsführer niederlegte. Zu den anstehenden Aufgaben zählt der Umbau der von der Deutschen Umschlaggesellschaft Schiene-Straße mbH (DUSS) betriebenen Terminalanlage am heimischen Standort Duisburg-Ruhrort Hafen. Zu den Aufgabenbereichen zählt außerdem der Ausbau des Projektmanagements. Präg-Jähn studierte bis 2008 Betriebswirtschaftslehre mit Schwerpunkt Logistik und Unternehmensführung an der Phillips-Universität Marburg. Nach Auslandsaufenthalten in Russland und Südafrika begann sie 2009 bei der KombiConsult GmbH als Logistic Consultant. Dort wird sie weiterhin als Handlungsbevollmächtigte für verschiedene Projekte im Unternehmen verantwortlich sein.

Das Waggonvermiet- und Schienenlogistikunternehmen Hamburger VTG Aktiengesellschaft  hat Dr. Alexander Granderath zum neuen Vorsitzenden des Aufsichtsrats gewählt. Er folgt auf Dr. Jost A. Massenberg, der den Vorsitz Anfang 2017 übernommen hatte. Dr. Granderath amtet seit November 2020 bei der Francotyp-Postalia Holding AG, seit Dezember 2021 bei der Vita34 AG. Davor leitete er die Deutschland-Holding ISS Facility Services Holding GmbH des dänischen Facility-Service-Dienstleisters ISS A/S. „Die VTG Aktiengesellschaft nimmt als europäischer Marktführer eine wichtige Rolle bei der Weiterentwicklung und nachhaltigen Transformation des Schienengüterverkehrs ein“, sagt Granderath.

Martin Königstein, Geschäftsführer der HFL Herbst Frischelogistik GmbH, verstärkt in der gleichen Position seit 1. Februar die Leitung des Kontraktlogistikdienstleisters Pfenning Logistics Group. Dort ist er bereits seit Anfang 2020 im Geschäftsleitungsteam für die strategische Geschäftsentwicklung und den Vertrieb für die Gruppe verantwortlich. Mit der neuen Position hat er nun auch die Bereiche Vertrieb, Marketing, Logistiksteuerung, Logistikoperations Nord, Strategie sowie Merger and Acquisitions übernommen, vermeldet die Gruppe. Königstein ist diplomierter Wirtschaftsinformatiker und verfügt über einen Master-of-Science in Logistik. Nach dem Studium war er als Senior Consultant mehrerer Unternehmen tätig und kam 2010 zum Logistikunternehmen HFL Herbst Frischelogistik GmbH, das er zu einem spezialisierten Logistikdienstleister für die Lebensmittel- und Pharmaindustrie ausbaute. Die HFL GmbH gehört seit Januar 2019 zur Pfenning-Gruppe. Das Leitungsteam setzt sich nun aus ihm sowie Rana Matthias Nag und Manuel Pfenning zusammen. Pfenning wird weiterhin die operativen Geschäftsfelder verantworten, unter anderem Transport und Distribution sowie das Qualitätsmanagement. Rana Matthias Nag leitet die gesamtstrategischen und kaufmännischen Bereiche und wirkt als Sprecher der Geschäftsführung.

Carsten Schopf hat als Direktor Flotte die Renault Deutschland GmbH zum 1. Februar auf eigenen Wunsch verlassen, um sich neuen Herausforderungen zu widmen. Seine Aufgabe übernimmt übergangsweise der Direktor Leichte Nutzfahrzeuge Michael Borner. Schopf war seit Juli 2017 als Direktor Flotten und Mitglied des Direktionskomitees Renault Deutschland tätig. Er begann 2002 bei der Enterprise Rent-A-Car Deutschland GmbH, wechselte 2006  als Distriktmanager zu Toyota Deutschland und leitete 2014 bis 2017 mit dem Vertrieb B2B Peugeot Deutschland dessen gewerbliches Pkw-, Nutzfahrzeug- und Gebrauchtwagengeschäft. Borner, seit 1988 im Unternehmen in verschiedenen leitenden Positionen tätig, amtet seit Juli 2017 als Direktor und Mitglied des Direktionskomitees im Bereich Leichte Nutzfahrzeuge.

Bei der Industriepark-Betreibergesellschaft Infraserv Höchst wird Jürgen Vormann, Vorsitzender der Geschäftsführung, sein Amt auf eigenen Wunsch zum Ende des Jahres niederlegen. Vormann war seit 2004 Vorsitzender der Geschäftsführung der Infraserv Verwaltungs GmbH und der Infraserv GmbH & Co. Höchst KG. Eigenen Angaben zufolge will Vormann nach 18 Jahren in der Leitung des Unternehmens den Weg frei machen für neue Impulse von außen. „Man läuft Gefahr, Trends und neuen Entwicklungen nicht mehr mit der notwendigen Aufgeschlossenheit zu begegnen“. Ein Nachfolger steht noch nicht fest. Vormann begann 1990 bei der damaligen Hoechst AG und kam 1997 als kaufmännischer Geschäftsführer und Arbeitsdirektor zur Celanese Chemicals Europe GmbH, bevor er 2004 bei Infraserv begann, einer Tochtergesellschaft der Celanese GmbH.

Zum 1. Juni neuer Geschäftsführer Vertrieb bei dem österreichischen Anbieter gezogener Nutzfahrzeuge Schwarzmüller Gruppe ist Markus Wieshofer, der bisherige Geschäftsleiter der Rosenbauer Österreich GmbH. Mit ihm wird die Geschäftsführung auf drei Mitglieder erweitert. Der Umbau des internationalen Vertriebs in diesem Zusammenhang hat den Angaben zufolge bereits begonnen. Wieshofer lernte Industriekaufmann bei Rosenbauer Österreich und war dort in verschiedenen Funktionen tätig. Ab 2010 leitete er dort den Vertrieb und wurde 2014 Geschäftsleiter. Eine zusätzliche Aufgabe übernahm er von 2015 bis 2018 mit der Vertriebsleitung Zentral- und Osteuropa bei Rosenbauer International. Nun soll bei Schwarzmüller der internationale Vertrieb umstrukturiert, ein Baukastensystem zur leichteren Fahrzeugkonfiguration ausgebaut, das IT-System optimiert werden. Wieshofer leitet das Unternehmen gemeinsam mit CEO Roland Hartwig und CFO Mag. Michael Hummelbrunner. „Wir spüren auch in der Pandemie ein weiter wachsendes Interesse an unseren Anhängern. Dem wollen wir mit einem noch schlagkräftigeren Vertrieb begegnen“, sagt Hartwig.

CargoBeamer, als Logistikdienstleister tätig im emissionsreduzierten Güterverkehr und eigenen Angaben zufolge auf Erfolgskurs, hat Nicolas Albrecht mit sofortiger Wirkung zum CEO ernannt. Der bisherige CEO, Co-Gründer Dr. Hans-Jürgen Weidemann, wird weiterhin als CTO im Unternehmen tätig sein. Ebenso bleibt Dr. Markus Fischer weiterhin CFO. „Meine Vision war und ist die Einführung einer Technologie für den automatisierten, schnellen, umweltfreundlichen und kosteneffizienten Schienentransport aller Arten von Sattelaufliegern“, sagt Dr. Weidemann. Um den Wachstumskurs umzusetzen plane CargoBeamer demnächst hohe finanzielle Investitionen, unter anderem mit Unterstützung privater Kapitalgeber aus der Schweiz und den USA, heißt es.

Der Aufsichtsrat des der ADAC SE hat Dr. Claudius Leibfritz mit Wirkung zum 1. April 2022 in den Vorstand berufen. Zu seinen wesentlichen Tätigkeitsfeldern werden die Bereiche Versicherung und Assistance sowie Strategie gehören. Außerdem beinhaltet das Amt den Aufsichtsratsvorsitz der ADAC Versicherung AG. Der hauptamtliche Vorstand der ADAC SE setzt sich dann aus drei Personen zusammen: neben Dr. Leibfritz sind das Mahbod Asgari und Jörg Helten. Dr. Leibfritz kommt aus der Versicherungswirtschaft und verfügt über mehr als 20 Jahre Erfahrung. Er studierte Wirtschaftswissenschaften und promovierte an der Universität Bern auf dem Gebiet ‚Controlling & Finanzen‘. 2000 begann er bei der Boston Consulting Group als Berater und leitete zuletzt als Principal im Führungsteam die Praxisgruppe ‚Versicherungen‘. 2011 wechselte er zur damaligen Allianz Global Assistance S.A.S. in Frankreich und führte als regionaler CEO die DACH-Gesellschaften und Südosteuropa sowie als Vorsitzender der Geschäftsführung die deutschen Gesellschaften. Im Vorstand der Allianz Partners S.A.S. war er von 2016 bis 2020, wo er das Geschäftsfeld Global Automotive und die Region DACH/Südosteuropa leitete, bevor er 2021 als Vorstandsmitglied zur Allianz Spanien mit Verantwortung für neue Wachstumsfelder sowie Digitalisierung und Künstliche Intelligenz kam.

Als neue Geschäftsführerin für die ADAC Stiftung verantwortlich ist zum 1. April Christina Tillmann. Die Politik- und Verwaltungswissenschaftlerin war zuvor in unterschiedlichen Führungspositionen bei der Bertelsmann Stiftung tätig und leitete dort beispielsweise seit 2016 das Programm ‚Zukunft der Demokratie‘, zuletzt war sie Sprecherin des Führungskreises. Zuvor arbeitete Tillmann an unterschiedlichen Projekten bei der Bertelsmann Stiftung sowie im öffentlichen Sektor als Strategieberaterin. In ihrer neuen Aufgabe soll sie für die kompletten Aktivitäten der Organisation verantwortlich sein und dafür sorgen, dass diese gemäß der Satzung umgesetzt werden. Die ADAC Stiftung will eigenen Angaben zufolge die nachhaltige Entwicklung der Mobilität und Sicherheit fördern. Die 100-prozentige Tochter der Stiftung, die ADAC Luftrettung GmbH, leitet nach wie vor Frédéric Bruder als verantwortlicher Geschäftsführer.

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