Paketversand: Hermes hebt die Preise an

Hermes Germany erhöht ab 1. August 2022 die Preise für Privatkunden. Teuer werden große und sperrige Güter. An der Haustüre zugestellte Päckchen und Pakete steigen im Preis geringfügig. Nur beim Versand von PaketShop zu PaketShop ändert sich nichts.

Abgabe eines Pakets in einem von rund 16.500 Hermes PaketShops in Deutschland. (Foto: Hermes)
Abgabe eines Pakets in einem von rund 16.500 Hermes PaketShops in Deutschland. (Foto: Hermes)
Christine Harttmann

Zuletzt stark gestiegene Kosten für den Transport und die Zustellung von Päckchen, Paketen und größeren Sendungen führt Paketdienstleister Hermes als Grund für die Anpassung seiner seit 2019 bestehenden Preisstruktur. Dennis Kollmann, Chief Sales Officer von Hermes Germany, erläutert:

„Grundsätzlich ist es immer unser Ziel, Kostensteigerungen durch die Optimierung von Prozessen bestmöglich zu vermeiden. Auf diese Weise ist es uns beispielsweise zuletzt gelungen, die Mehrkosten während der Corona-Pandemie, in der sich die Paketlogistik mit ihren tausenden Zusteller:innen tagtäglich als zuverlässiger und leistungsfähiger Anker bewiesen hat, zu kompensieren. Vor dem Hintergrund der aktuellen Kostensteigerungen ist dies allerdings nicht möglich.“

Nationale Päckchen und Pakete

Hermes bietet seinen Privatkundinnen und -kunden den nationalen Paketversand in unterschiedlichen Kategorien an – vom Päckchen bis zum XXL-Paket. Dabei differieren die Preise je nach Größe und dem damit verbundenen Handling-Aufwand. Gleiches gilt für die Zustellart, bei der das Logistikunternehmen zwischen Paketshop- und Haustürzustellung, sowie zwischen Online- oder Barzahlung unterscheidet
 

Am Preisvorteil für online erstellte und bezahlte Paketscheine hält Hermes im Zuge der Preisanpassung weitestgehend fest. Die im Vergleich zur Haustürzustellung nachhaltigere Versandoption von einem PaketShop an einen anderen PaketShop – durch die gebündelte Zustellung von Sendungen wird laut den Berechnungen des Unternehmens im Durchschnitt 25 Prozent weniger CO2 ausgestoßen – ist von den Preisanpassungen ebenfalls nicht betroffen. Wer hingegen sein Paket von einem der bundesweit rund 16.500 PaketShops direkt an die Haustür der Adressaten versendet, zahlt ab dem 1. August 2022 für die M- und die S-Klasse im Paketshop 40 Cent mehr. Alle anderen Preise bleiben, wie bisher.

Zusteller, die im Rahmen eines Zustellvorgangs ohnehin an der Haustür sind, nehmen auch weiterhin bereits mit einem Paketschein versehene Sendungen kostenfrei mit. Wer allerdings eine Abholung gesondert beauftragt, zahlt in Zukunft zusätzlich zum Online-Preis für die jeweilige Paketklasse eine einmalige Abholpauschale in Höhe von fünf Euro.

Preis hoch bei Sperrgut

Besonders deutlich sind die Kostensteigerungen dort, wo individuelles und gesondertes Handling notwendig ist. Darunter fallen Koffer, die Hermes bei Bedarf an das entsprechende Ziel bringt. Bisher zahlten Kunden für die Abholung an einem der bundesweit rund 16.500 PaketShops 15,95 Euro. Ab August sind es 19,95 Euro. Auch die Abholung des Reisegepäcks an der Haustür ist nach wie vor möglich. Statt bisher 18,95 Euro fallen für diesen Service in Zukunft 24,95 Euro an.

Auch die Servicegebühr für den Transport von Sperrgut, also Sendungen, die nicht quaderförmig sind oder herausragende Teile aufweisen, steigt. Sie wird von 14,95 Euro auf 19,95 Euro erhöht. Ausgenommen hiervon sind die Paketklassen XL und XXL sowie Paketrollen mit einer Länge von maximal 100 Zentimeter und einem Durchmesser von bis zu 20 Zentimetern.

Internationaler Versand

Im internationalen Versand privater Pakete steigen die Preise für sieben Länder außerhalb der EU: China, UK, Schweiz, USA, Kanada, Norwegen und Australien. Innerhalb der EU bleiben die Preise stabil.

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