A.P. Møller-Maersk: Solides Ergebnis in schwierigem Umfeld

Angesichts erheblicher Herausforderungen durch Überkapazitäten und erhöhter Unsicherheit erwartet Maersk für das Gesamtjahr 2024 ein bereinigtes EBITDA zwischen 1,0 und 6,0 Milliarden US-Dollar.

Symbolbild: Maersk
Symbolbild: Maersk
Nadine Bradl

A.P. Møller - Maersk (Maersk) hat für das Geschäftsjahr 2023 solide Finanzergebnisse vorgelegt, die unserer Ergebnisprognose für das Jahr entsprechen. Während die Volumina bei den meisten Produkten stiegen und eine starke Kostenkontrolle dazu beitrug, die Ergebnisse zu verbessern, gingen die Raten weiter zurück, insbesondere im Ocean-Geschäft. Der Umsatz für 2023 belief sich auf 51,1 Mrd. USD mit einer EBIT-Marge von 7,7 Prozent, die durch rückläufige Frachtraten beeinträchtigt wurde.

„Nach dem außergewöhnlichen Boom durch die Pandemie war 2023 ein Übergangsjahr. Wir haben trotz deutlich veränderter Umstände solide Finanzergebnisse erzielt und sind gut positioniert, um den erwarteten Gegenwind im Jahr 2024 zu bewältigen. Durch frühe, entschlossene Maßnahmen für ein striktes Kostenmanagement haben wir uns auf die neue Realität eingestellt. Wir brauchen weiteren Fortschritt im Logistikgeschäft, um unsere Ziele zu erreichen, während wir unsere Transformation weiter vorantreiben und unsere Wettbewerbsfähigkeit verbessern”, sagt Vincent Clerc, CEO von Maersk, und fährt fort: „Der derzeitige Markt ist nach wie vor von robusten Ladungsmengen geprägt. Aber auch wenn die Krise am Roten Meer zu unmittelbaren Kapazitätsengpässen und einem vorübergehenden Anstieg der Frachtraten geführt hat, wird das Überangebot an Schiffskapazitäten letztendlich zu Preisdruck führen und unsere Ergebnisse beeinträchtigen. Die anhaltenden Störungen und die Marktvolatilität unterstreichen die Notwendigkeit von widerstandsfähigen Lieferketten und bestätigen erneut, dass Maersks Weg hin zu einer integrierten Logistik die richtige
Wahl für unsere Kunden ist, um diese Herausforderungen effektiv zu bewältigen.” 

 

Im Geschäftsfeld Ocean verzeichnete Maersk eine hohe Fahrplanzuverlässigkeit. Zudem trugen die anhaltenden Maßnahmen zur Kostensenkung dazu bei, den Gegenwind durch den raschen Anstieg auf der Angebotsseite abzuschwächen. Die Finanzergebnisse waren hier aufgrund der robusten Kosteneindämmung immer noch stark, verschlechterten sich aber im Laufe des Jahres, da die anhaltend schwierigen Marktbedingungen zu deutlich niedrigeren Frachtraten führten.

Logistics & Services

Im Geschäftsfeld Logistics & Services hat Maersk weiterhin Neugeschäft hinzugewonnen, aber der Abbau der Lagerbestände bei vielen Kunden zu Beginn des Jahres 2023 und die anschließend niedrigeren Preise führten zu einem Umsatzrückgang. Die Profitabilität sank im Vergleich zu 2022. Ein stärkeres Kostenmanagement trug jedoch dazu bei, die Margen zu schützen und die Kostenbasis neu zu gestalten. 

Terminals

Das Geschäftsfeld Terminals setzte seine stabile Entwicklung fort und zeigte ein weiteres sehr starkes Jahr. Trotz eines Rückgangs der Erlöse aus Standgebühren für Container durch die Normalisierung des Marktes führten die sehr guten operativen Prozesse, Kostenkontrolle, Preiserhöhungen sowie die Auslastung zu einer Rendite auf das investierte Kapital (ROIC) von 10,5 Prozent und übertraf damit die mittelfristigen Ziele.

Finanzprognose für 2024

Die Prognose basiert auf der Erwartung, dass das globale Containervolumen im Jahr 2024 zwischen 2,5 Prozent und 4,5 Prozent wachsen wird und dass Maersk im Einklang mit dem Markt wachsen wird. Darüber hinaus wird erwartet, dass sich die erheblichen Herausforderungen durch das Überangebot im Ocean-Bereich im Laufe des Jahres 2024 vollständig zeigen werden. Die Dauer und das Ausmaß der Störungen im Roten Meer sind nach wie vor sehr ungewiss, wobei sich die Dauer von einem Quartal bis zum ganzen Jahr in der Prognose-Spanne widerspiegelt. Es wird erwartet, dass die ersten drei bis sechs Monate des Jahres 2024 besser verlaufen werden als die zweite Jahreshälfte.

Svitzer-Abspaltung

Der Verwaltungsrat von Maersk hat beschlossen, eine steuerfreie Anspaltung des Schlepper-Geschäfts von Maersk einzuleiten. Die Aktivitäten von Svitzer A/S (Svitzer) und ihren Tochtergesellschaften werden in ein neues Unternehmen mit dem Namen Svitzer Group A/S (Svitzer Group) eingebracht, dessen Aktien anteilig an die Maersk-Aktionäre verteilt werden und voraussichtlich zum Handel und zur offiziellen Notierung an der Nasdaq Copenhagen A/S (Nasdaq Copenhagen) zugelassen werden.

Nach der Bewertung der verschiedenen Optionen für Svitzer ist Maersk zu dem Schluss gekommen, dass Svitzer als eigenständiges börsennotiertes Unternehmen die beste Lösung für das Unternehmen und für die langfristige Wertschöpfung für die Maersk-Aktionäre darstellt, da es ihnen ermöglicht, am zukünftigen Wachstum eines weltweit führenden Unternehmens im Bereich der Schlepper- und Schifffahrtsdienstleistungen mit attraktiven Entwicklungsperspektiven teilzuhaben. Vorbehaltlich der Zustimmung der Maersk-Aktionäre auf einer außerordentlichen Hauptversammlung Ende April ist der erwartete erste Handelstag und die offizielle Notierung der Aktien der Svitzer Group an der Nasdaq Copenhagen der 30. April 2024.

Barausschüttung an die Aktionäre

Im 4. Quartal 2023 erfolgte eine Barausschüttung an die Aktionäre in Höhe von insgesamt 771 Mio. USD aus Aktienrückkäufen. Für das Gesamtjahr belief sich die Barausschüttung auf 3,1 Mrd. USD. Angesichts der erhöhten Unsicherheiten an den Märkten hat der Verwaltungsrat beschlossen, das Aktienrückkaufprogramm mit sofortiger Wirkung auszusetzen und eine Wiederaufnahme zu prüfen, sobald sich die Marktbedingungen im Ocean-Bereich wieder beruhigt haben. Der Verwaltungsrat schlägt den Aktionären für 2023 eine Dividende von 515 DKK je Aktie von 1.000 DKK vor, was 30 Prozent des zugrunde liegenden Nettoergebnisses gemäß der Dividendenpolitik des Unternehmens entspricht.

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