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Österreich: Seehafenhinterlandverkehr zum Hafen Hamburg boomt

Rund 295.000 TEU (20-Fuß-Standardcontainer) waren 2015 auf dem Schienenweg zwischen dem Hamburger Hafen und den KV-Terminals in Österreich unterwegs. 9,26 Prozent mehr als 2014.
Rangierbahnhof in Österreich (Foto: ÖBB / krischanz.zeiller)
Rangierbahnhof in Österreich (Foto: ÖBB / krischanz.zeiller)
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Christine Harttmann

Damit erreicht die Transportmenge im Seehafenhinterlandverkehr zwischen dem Hamburger Hafen und dem Alpenland eine neue Rekordmarke. Im Österreichverkehr liegt der Anteil der per Eisenbahn transportierten Container über 90 Prozent, was die Eisenbahn zum führenden Verkehrsträger macht. Das geht aus einer Mitteilung von Hafen Hamburg Marketing hervor. „Österreich ist eine Paradedestination im effizienten und umweltfreundlichen Hinterlandtransport über den Hamburger Hafen. Aktuell verkehren wöchentlich circa 40 Container-Ganzzüge zwischen Hamburg und Wien“, sagt Alexander Till, Leiter der Hafen Hamburg Marketing-Repräsentanz in Wien. Insgesamt verbänden jede Woche mehr als 80 Containerzüge die KV-Terminals in Österreich mit dem Deutschen Hafen.

Unter den europäischen Containerhäfen steht Hamburg an erster Stelle für die österreichische Wirtschaft. Bremerhaven und Rotterdam folgen auf den Plätzen zwei und drei. Südhäfen an der Adria, wie Koper und Venedig, waren bisher weniger bedeutend. Doch Till erwartet, dass sich das in den kommenden Jahren ändern wird. In Teilen Österreichs sowie in Ungarn, Tschechien und der Slowakei sei bereits jetzt eine deutliche Steigerungen der Containertransporte über den Hafen Koper in Slowenien zu erkennen. „Nach der im Jahr 2026 geplanten Fertigstellung des Semmering-Basistunnels wird auch die alpenquerende Anbindung der Südhäfen an die österreichische Hauptstadt verbessert. Passend dazu investieren die Südhäfen in ihre Gleisanbindung ins europäische Binnenland und in größere Terminalkapazitäten“, so Till weiter. Zudem wolle die Österreichische Bundesbahn verstärkt mit der Slowenischen Eisenbahn kooperieren, um Transportzeiten zwischen Häfen und Terminals zu verkürzen. Till erwartet, dass Hamburg und die anderen Nordrange-Häfen in den kommenden Jahren Marktanteile verlieren werden. Dem gelte es seitens des Hamburger Hafens mit gutem Service, pünktlichen Verkehren und günstigen Transportraten zu begegnen.

Till ist überzeugt, dass Hamburg im Containerverkehr auch weiterhin der wichtigste Hafen für die österreichische Wirtschaft bleiben wird: „Der Hafen Hamburg ist seit über 30 Jahren im Bereich der containerisierten Ladung der umschlagstärkste Hafen für die österreichische Wirtschaft. Hamburg verfügt über eine hohe Zahl an weltweiten direkten Schiffsdiensten und Österreich ist auf der Schiene ausgezeichnet an Hamburg angebunden. Die Strecke Hamburg – Wien ist um circa 150 Kilometer kürzer als vergleichsweise zu den Westhäfen Rotterdam oder Antwerpen. Dadurch sind die Raten für den Vor- oder Nachlauf zum Hamburger Hafen für unsere österreichischen Hafenkunden preislich sehr attraktiv.“

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