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Österreich: ÖBB-Terminal in Wolfurt fertiggestellt

Die Ausbaumaßnahmen des ÖBB-Güterterminals in Wolfurt (Österreich) sind abgeschlossen. Das neue Terminal bietet mehr Kapazität, neue Logistikprozesse sollen einen schnelleren Umschlag ermöglichen.
Die neue Terminallogistik soll für eine raschere Abwicklung der Umschlagprozesse sorgen. (Foto: ÖBB/Lukas Hämmerle)
Die neue Terminallogistik soll für eine raschere Abwicklung der Umschlagprozesse sorgen. (Foto: ÖBB/Lukas Hämmerle)
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Anna Barbara Brüggmann

Mit den Baumaßnahmen begonnen wurde im Dezember 2014, die Arbeiten wurden dem Unternehmen zufolge bei laufendem Betrieb in drei Phasen auf den Baufeldern Nord, Mitte und Süd vollzogen. Notwendig wurde die Erweiterung dem Konzern zufolge aufgrund steigender Nachfrage und veränderter Marktbedürfnisse.
Die Kapazität für Container wurde vervierfacht, das Terminal bietet nun 1.700 Vollcontainerlager-Stellplätze im unmittelbaren Kranbereich sowie 3.500 Leercontainerlager-Stellplätze im nördlichen Bereich des Terminals. Die Fläche wurde um rund 50 Prozent von bisher 72.000 Quadratmetern auf 106.000 Quadratmeter erweitert.
Komplett neu organisiert wurde der Containerumschlag zwischen Schiene und Straße. Aufgrund der neugestalteten Gleiskonfiguration können die Containerzüge ohne Verschub direkt von der freien Strecke in die Terminalanlage fahren. Die Anlage ist mit vier bis zu 750 Meter langen Containergleisen ausgestattet, diese werden auf je 600 Metern von zwei neuen Containerkränen erreicht.
Mittels Lasertechnik ist laut ÖBB ein punktgenaues Absenken der Container am Zielort möglich. Die neuen Kräne sollen ein schnelles Verladen der Container zwischen Straße und Schiene sowie von einem Zug auf den anderen ermöglichen. Vier neue Stutzgleise bietet auf einer Gesamtlänge von 1.200 Metern Platz für Spezialtragwagen, also Waggons auf denen die Container aufgesetzt werden. So können die Wagen in direkter Nähe zur Verladung zwischengeparkt werden und ohne Zuführung aus anderen Bahnhöfen zum Einsatz kommen.

Nach Angaben des Unternehmen wurden die Kapazitäten durch die Erweiterung mehr als verdoppelt. Derzeit verlassen pro Tag bis zu 800 Container das Güterzentrum, genauso viele kommen auch herein. Im Jahr 2017 wurden bei eingeschränktem Baubetrieb eisenbahnseitig fast 64.000 Container bewegt.
Das Bauprojekt umfasst auch den Neubau einer Container- und Fahrzeugwerkstatt sowie eines sogenannten In-Gate-Gebäudes, in dem alle Verwaltungstätigkeiten abgewickelt werden. Planungsprozess sowie Bauausführung der Werkstatt wurden durch die „Österreichische Gesellschaft für nachhaltiges Bauen“ ausgezeichnet. In der Anlage wurde - wo Beton nötig war - ein Recyclingprodukt eingesetzt, die anderen Gebäudeteile wurden aus Holz sowie mit umweltfreundlichen Dämmstoffen errichtet. Erdwärme- und Photovoltaikanlagen sollen für ein nachhaltiges Energiemanagement sorgen. Als weitere Nachhaltigkeits-Maßnahmen nennt der Konzern Lärmschutzwände, lärmvermeidende Krantechnologie, insektenschonende Lichtanlagen sowie die naturnahe Gestaltung des Landgrabens.
In das Projekt wurden über den Rahmenplan aus Mitteln des Bundesministeriums für Verkehr, Innovation und Technologie knapp über 60 Millionen Euro investiert. Zudem wurde die Planung zu 50 Prozent aus Mitteln der Europäischen Union gefördert.

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