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Österreich: Im Mai bremst Blockabfertigung Lkw-Verkehr aus

Die Landesregierung Tirol hat die nächsten Termine für die sogenannte Blockabfertigung bekannt gegeben. Der LBT warnt vor den erwarteten Rückstaus in Bayern.
 Langer Rückstau: Bei Blockabfertigung lässt Tirol ab 5 Uhr früh nur noch maximal 300 Lkw über die Grenze. (Foto: Hans-Peter Reichartz/pixelio.de)
Langer Rückstau: Bei Blockabfertigung lässt Tirol ab 5 Uhr früh nur noch maximal 300 Lkw über die Grenze. (Foto: Hans-Peter Reichartz/pixelio.de)
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Christine Harttmann

Am 30. April 2018 und am 2. Mai 2018 will das Bundesland an der Grenze zu Bayern nur jeweils maximal 300 Lkw pro Stunden Richtung Innsbruck/Brenner einfahren lassen. Fahrer und Speditionen müssen daher an diesen Tagen mit erheblichen Wartezeiten rechnen. Der Landesverband Bayersicher Transport- und Logistikunternehmen (LBT) warnt angesichts vor weiteren, massiven Staus und Verkehrsbehinderungen im Bereich Kiefersfelden/Kufstein. Nach Informationen des Verbandes ist die Blockabfertigung für der 7. Mai 2018, der 8. Mai 2018 und der 11. Mai 2018 ebenfalls avisiert.

In den genannten Zeiträumen sei wegen des Feiertags- und Ausflugsverkehrs mit erheblichen Verkehrsbehinderungen und Staus, unter Umständen auch mit kritischen Verkehrssituationen zu rechnen, warnt der LBT. Auch die Kunden der Transportlogistikwirtschaft werden sich in Folge der Blockabfertigungen auf Verzögerungen und teilweise Ausfälle in der Lieferkette einstellen müssen.

Das Problem bei den Blockabfertigungen liegt unter anderem auch darin, dass damit nicht nur der Transitverkehr durch Tirol behindert wird, sondern aufgrund der Staus auch Lieferverkehre nach Tirol und zum Teil auch in Richtung Salzburg nicht mehr planbar sind. Das zeigte sich zuletzt am 26. April 2018, als Tirol nach einem Feiertag in Italien, die Lkw an der Grenze nur schubweise einfahren lies. Der Rückstau in Bayern am Inntal-Dreieck bis nach Irschenberg belief sich zwischenzeitlich auf circa 50 Kilometer. In Spitzenzeiten konnte ein „Stop and Go“ auf bayerischer Seite bis zum Kreuz Inntaldreieck beobachtet werden.

Der LBT und andere Verbände haben sich bereits sowohl an die Bayerische Staatsregierung, an die Bundesregierung als auch an die EU-Kommission gewandt, um gegen die rechtswidrige Tiroler Transitpolitik vorzugehen. Bisher ist jedoch auf Tiroler Seite keinerlei Einlenken feststellbar. Somit werden wohl zumindest in den nächsten Wochen alle Beteiligten mit dieser Situation leben müssen. Besonders hart trifft es dabei die LKW-Fahrer, die keine Chance haben, im Rahmen der bestehenden Arbeitszeitvorschriften ihre Frachten zum Kunden zu bringen oder auch ihre Heimatstandorte anzufahren, auch diese soziale Kälte muss sich Tirol vorwerfen lassen.

Quellenhinweis Bilder (tlw.): Pixelio
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