Österreich: Erweiterter Schienentransport vom Hafen Rotterdam

Die beiden Schienenbetreiber Lkw Walter und Hupac haben die Zahl der direkten Shuttleverbindungen zum WienCont-Terminal erhöht.

Das WienCont-Terminal nimmt an Bedeutung zu. Foto: Port of Rotterdam
Das WienCont-Terminal nimmt an Bedeutung zu. Foto: Port of Rotterdam
Daniela Kohnen

Laut dem Hafenbetreiber Rotterdam haben sich die Umläufe damit um beinahe das Doppelte erhöht. Insgesamt verkehren nun wöchentlich sieben Züge zwischen Rotterdam und der österreichischen Hauptstadt. Matthijs van Doorn, Director Logistics beim Hafenbetrieb Rotterdam:

„Eine sehr positive Entwicklung. Der mit Wien existierende Korridor ist für uns von entscheidender Bedeutung, da es sich dabei um ein Drehkreuz für viele Zielorte in Mittel-, Ost- und Südeuropa handelt.“

Konkret ist der Hupac-Containershuttle um einen zusätzlichen Dienst erweitert worden und verkehrt derzeit dreimal pro Woche zwischen WienCont und den C.RO Ports- und RSC/Bertschi Terminals in Rotterdam. Transportiert werden besonders Konsumgüter, wie Möbel, Elektronikgeräte und Kleidung.

Bei dem Lkw Walter-Zug handelt es sich um einen Trailerservice, der für den Transport von Autoteilen zwischen dem Vereinigten Königreich und dem Rest von Europa eingesetzt wird. Die Anzahl der Umläufe hat sich hierbei auf vier pro Woche erhöht. Start- und Zielort in Rotterdam ist das C.RO Ports-Terminal im Rotterdamer Botlek-Gebiet.

Laut dem Verkaufsleiter bei CLdN Ro-Ro, Sjors Bosvelt, gibt es von großen multinationalen Unternehmen es eine steigende Nachfrage nach zuverlässigen intermodalen Verbindungen, die zugleich eine hohe Frequenz bieten. Man habe in den vergangenen Jahren stark in das C.RO Port Terminal in Rotterdam investiert und verfüge dadurch nun über ein modernes Schienenterminal mit fünf Schienenanschlüssen mit einer Länge von 750 Metern, die mit dem europäischen Schienennetzwerk verknüpft seien. Seit Ende Juli 2020 seien zudem zwei Rail Mounted Gantry Cranes (RMG) in Betrieb, mit denen täglich mehr Züge schneller und effizienter abgefertigt werden könnten.

Man verfüge über genügend Kapazität, um in den kommenden Jahren Wachstum zu realisieren. Das Ziel bestehe laut Sjors Bosvelt darin, den multimodalen Transport weiterzuentwickeln und dadurch den Kohlenstoff-Fußabdruck in der Logistikkette zu verringern. Harald Jony, Geschäftsführer des Wien Cont Terminals:

„Die Verbindungen mit Rotterdam sind in qualitativer Hinsicht unsere besten Umläufe im Hinblick auf Leistungen und Verspätungen, denn letztere haben wir praktisch nicht. Wir nennen die Bahnlinien nach Rotterdam auch unseren 'Green Corridor'. Die Trailerdienste wurden erst im vorigen Jahr gestartet und weisen schon jetzt eine Verdopplung auf. Insgesamt haben wir dieses Jahr 75 Prozent mehr Ladung für Rotterdam als 2019.“

Die Rotterdamer Verbindungen von Hupac und Lkw Walter würden einen wichtigen Wachstumsfaktor von WienCont darstellen. Das Terminal würde dieses Jahr 400.000 TEU (20 Fuß-Standardcontainer) erreichen, da unter anderem die Anzahl der wöchentlichen Zugverbindungen zu den europäischen Seehäfen auf 110 erweitert worden sei.

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