ÖBB Rail Cargo: Nachhaltige Abfallentsorgung mit FCC Austria Abfall Service

Der Bahnlogistiker kann zusammen mit dem österreichischen Abfallentsorgungsunternehmen jährlich 400 Tonnen CO2 einsparen. Genutzt werden unter anderem speziell angefertigte 30-Fuß-Mobiler-Schüttgutbehälter.

Die RCG ermöglicht Transporte im Einklang mit dem novellierten Abfallwirtschaftsgesetz (AWG). Foto: ÖBB Rail Cargo
Die RCG ermöglicht Transporte im Einklang mit dem novellierten Abfallwirtschaftsgesetz (AWG). Foto: ÖBB Rail Cargo
Daniela Sawary-Kohnen

Seit 20 Jahren betreiben die ÖBB Rail Cargo Group (RCG) und das Entsorgungsunternehmen FCC Austria Abfall Service AG nach eigenen Angaben eine nachhaltige Abfallentsorgung.

Im Mittelpunkt steht dabei der Transport von Siedlungsabfällen zur thermischen Verwertung. Jährlich transportiert die RCG demnach zehntausende Tonnen Abfall für die FCC Austria und allein rund 19.000 Tonnen stammten vom Abfallverband Tirol West in Roppen, heißt es. Diese Abfälle würden quer durchs Land nach Zistersdorf in Niederösterreich transportiert.

Komplettabwicklung quer durchs Land

Die RCG wickelt dabei nach eigenen Angaben das gesamte Repertoire in der Supply Chain ab. Der Mobiler-Lkw bringt zunächst den Abfall von Roppen zum rund sechs Kilometer entfernten Bahnhof Ötztal/Imst in Tirol. Auf der Schiene geht es dann weiter im Hauptlauf quer durch Österreich bis zur Anschlussbahn nach Zistersdorf in Niederösterreich, wo die Abfälle per Mobiler-Lkw in der Verwertungsanlage ausgekippt werden.

Die multimodale Lösung umfasst somit den Hauptlauf auf der nachhaltigen Schiene im Einzelwagenverkehr und den Vor- und Nachlauf mittels Mobiler-Logistik sowie die Bereitstellung des benötigten Equipments. Christopher Prax-Huber, Segment Manager Environmental Solutions bei der RCG:

„Dazu zählen speziell angefertigte 30-Fuß-Mobiler-Schüttgutbehälter, die gemeinsam mit FCC weiterentwickelt wurden, um die Nutzlast zu erhöhen und damit Siedlungsabfälle noch effizienter transportieren zu können.“

Im Einzelwagenverkehr würden pro acht-achsigem Tragwagen vier solcher Behälter transportiert. Günter Hickl, Betriebsleiter der FCC Zistersdorf Abfall Service:

„Die RCG ist ein wichtiger Partner für uns, denn mit diesen modernen Container-Systemen können wir große Mengen Abfall effizient und klimafreundlich transportieren. Der Umschlag findet direkt bei uns am Standort mit dem MOBILER-Lkw statt.“

70.000 Tonnen pro Jahr per Bahn

Georg Kraxner, Prokurist der FCC Austria Abfall Service AG:

„Der Antrieb war der Transport von Abfällen über eine weite Strecke. Dazu sind wir mit der RCG ins Gespräch gekommen. Seitdem fahren wir mit der Bahn doch beträchtliche Mengen in unsere thermische Verwertungsanlage. Pro Jahr sind das rund 70.000 Tonnen.“ 

Die Zusammenarbeit sei ein Beleg dafür, dass es möglich sei, wirtschaftliche Ziele mit dem Schutz des Planeten in Einklang zu bringen und zugleich neue Maßstäbe in der Entsorgungs- und Logistikbranche zu setzen. Rund 400 Tonnen eingesparte CO2-Emissionen pro Jahr würden für sich sprechen.

Thermische Energie nutzen

Nora Bohrn, Head of Corporate Sustainability der FCC Environment CEE:

„Darüber hinaus entsteht durch die thermische Verwertung zusätzlich Energie. In Zistersdorf verwerten wir den Abfall thermisch und gewinnen am Ende Energie für bis zu 20.000 Haushalte oder Industrien.“

Die Transporte stünden zudem im Einklang mit dem novellierten Abfallwirtschaftsgesetz (AWG). Demnach muss der Transport von Abfällen ab einer Entfernung von 200 Kilometern auf der Schiene erfolgen. Wolfgang Riedl, Business Unit Manager bei der RCG:

„Bis 2026 wird die RCG 75 Millionen Euro in neues Equipment investieren. Das setzt sich aus Containertragwagen und speziellen Containern der Gattung MOBILER zusammen. Damit werden bereits heute und auch in Zukunft Abfalltransporte aller Art im Einklang mit dem Abfallwirtschaftsgesetz abgewickelt.“

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