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Nutzfahrzeuge Paul: Baut Diesel raus und E-Achse rein

Die Unternehmensgruppe Paul hat angekündigt, dass sie den Mercedes-Benz „Vario“ in Zusammenarbeit mit der BPW Bergische Achsen auf Elektroantrieb umrüsten will.
Paul baut die elektrische Antriebsachse „eTransport“ von BPW in den „Vario“ von Mercedes. (Foto: BPW Bergische Achsen)
Paul baut die elektrische Antriebsachse „eTransport“ von BPW in den „Vario“ von Mercedes. (Foto: BPW Bergische Achsen)
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Christine Harttmann

Wie das auf Sonderfahrzeugbau spezialisierte Unternehmen auf einer Veranstaltung in Vilshofen bekannt gab, wir es dafür den gesamten konventionellen Antriebsstrang ausbauen und durch die elektrische Antriebsachse „eTransport“ von BPW ersetzen.

Paul führt an, dass das Fahrzeug durch den Umbau nicht schwerer werde, weil das höhere Gewicht der Fahrzeugbatterien kompensiert werde, indem Motor, Getriebe und Abgasreinigung entfallen. Das Fahrzeug werde sogar agiler: Das Drehmoment legt zu, die Räder können einzeln angesteuert werden. Daneben verringert sich der Wendekreis durch „active Steering Control“ der Hinterachse.

Der Vario ist, weil er als robust gilt und die richtigen technischen Voraussetzungen mitbringt, auch nachdem er offiziell nicht mehr produziert wird eine der gebräuchlichsten Plattformen für Nutz- und Spezialfahrzeuge von Kommunen, Polizei und Bundeswehr, aber auch von vielen kommerziellen Unternehmen. Nicht nur seine hohe Nutzlast prädestinierten diese Baureihe als Basis für Umbauten, so Paul. Hinzu komme, dass das Fahrzeug sehr zuverlässig sei und das Fahrerhaus großzügig. Die oft nur saisonal eingesetzten Spezialfahrzeuge zeichneten sich dadurch aus, dass sie lange halten. Und einen ab Werk elektrisch angetriebenen Nachfolgen des Vario von Mercedes ist nicht in Sicht. Daneben bieten sich kommunale Fahrzeuge für die Elektrifizierung aufgrund ihrer Fahrprofile an. Viele der Fahrzeuge fahren weniger als 100 Kilometer an Tag und werden jeden Abend auf demselben Betriebshof geladen.

Walter Pötzinger, Geschäftsführer der Paul Nutzfahrzeuge, kommentierte: „Viele Kommunen laufen Gefahr, künftig Fahrverbote auch gegen sich selbst aussprechen zu müssen – schließlich gehören sie selbst zu den größten Betreibern dieselgetriebener Nutzfahrzeugflotten. Durch die elektrische Umrüstung können diese Spezialfahrzeuge über viele weitere Jahre im Einsatz bleiben. Das rechnet sich – zumal der E-Antrieb in Betrieb und Wartung günstiger ist als der Verbrennungsmotor.“

Markus Schell, persönlich haftender geschäftsführender Gesellschafter von BPW: „Die seriennahe Umrüstung bei Paul ist ein wichtiges Signal, auf das nicht nur Fuhrparkbetreiber bei Kommunen, Behörden und Unternehmen gewartet haben. Es ist auch ein wichtiger Meilenstein für die Elektromobilität insgesamt. Wir freuen uns, unsere langjährige, vertrauensvolle Mobilitäts- und Systempartnerschaft mit Paul nun auch auf den Bereich der Elektromobilität erweitern zu können.“

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