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Nutzfahrzeuge: Fraunhofer erforscht Photovoltaik-Anwendungen

Fraunhofer ISE forscht an integrierten Photovoltaik-Modulen für Nutzfahrzeuge. Damit soll es möglich werden, in bestimmten Bereichen Dieselkraftstoff durch Sonnenenergie zu ersetzen.
Das Fraunhofer ISE hat eine Ertragsanalyse für die PV-Stromversorgung von Nutzfahrzeugen durchgeführt. (Foto: Dachser)
Das Fraunhofer ISE hat eine Ertragsanalyse für die PV-Stromversorgung von Nutzfahrzeugen durchgeführt. (Foto: Dachser)
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Christine Harttmann

Wegen der enormen Kostensenkungen bei Photovoltaik-Modulen würden diese auch im Mobilitätsbereich attraktiv, argumentiert das Forschungsinstitut. Selbst Dieselkraftstoff im Nutzfahrzeugbereich könne – je nach Anwendung – teilweise durch Photovoltaik ersetzt werden.

Das Fraunhofer ISE hat eine Ertragsanalyse für die PV-Stromversorgung von Nutzfahrzeugen, wie beispielsweise Kühltransporter, mit real gemessenen Einstrahlungsdaten durchgeführt und ausgewertet. Dabei habe sich für den Anwendungsbereich großes Potenzial gezeigt, erklärte das Institut, das nun mit Partnern aus der Logistik- oder Automotive-Branche an speziellen PV-Modulen für den Einsatz im Nutzfahrzeugbereich forscht. Diese sollen auf den Dachflächen von Nutzfahrzeugen angebracht werden und Strom für den Antrieb der Fahrzeuge oder die Kühlung von Waren liefern.

Im Rahmen einer Wirtschaftlichkeitsstudie hat das Fraunhofer ISE 40-Tonnen-Kühlauflieger mit Einstrahlungssensoren versehen. Auf deren handelsüblichen Routen in den USA und Europa – von Prag nach Mallorca, von Paris nach München – wurden dafür ein halbes Jahr lang reale Einstrahlungsdaten gemessen und ausgewertet.

Photovoltaik im Nutzfahrzeugverkehr könne dazu helfen, den Dieselverbrauch zu reduzieren, Kosten zu sparen, dabei die CO2-Ausstöße im Nutzfahrzeugverkehr zu senken und so die Umwelt- und Klimaziele im Verkehrssektor zu erreichen. „Mit der Entwicklung einer solaraktiven Fahrzeughülle wollen wir die Photovoltaik-Technologie für den Straßengüterverkehr verfügbar machen und dazu beitragen, Logistikkosten zu reduzieren“, so Matthieu Ebert, Teamleiter Moduleffizienz und neue Konzepte über die Arbeiten am Fraunhofer ISE.

Während bisherige Wirtschaftlichkeitsstudien für den PV-Einsatz im Nutzfahrzeugbereich auf Simulationen mit synthetischen Wetterdaten beruhten, hat das Fraunhofer ISE nun in Zusammenarbeit mit dem Logistikunternehmen Dachser und der Spedition Benzinger mehrere Lkw-Trailer mit Einstrahlungssensoren ausgerüstet, in Betrieb genommen und so das Einstrahlungspotenzial im realen Logistikbetrieb gemessen. Über rund ein halbes Jahr wurden Einstrahlungsdaten erfasst und am Fraunhofer ISE ausgewertet. Insgesamt sechs sogenannte 40-Tonner-Kühlauflieger waren mit entsprechenden Einstrahlungssensoren versehen auf ihren handelsüblichen Routen in den USA und Europa – von Prag nach Mallorca, von Paris nach München – unterwegs. Das Datenmaterial wurde vom Fraunhofer ISE nach verschiedenen Kriterien ausgewertet. Die Wissenschaftler haben die Einsparungen in Liter Diesel je Fahrzeug, in Liter Diesel über alle Routen und Fahrzeuge gemittelt sowie in Liter Diesel für drei geographische Regionen ermittelt.

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