NPRC: Salz-Transportflotte auf Rhein soll Wasserstoffantrieb nutzen

Covestro und der Logistikdienstleister Niederländische Partikuliere Rheinfahrt-Centrale Coöperatie (NPRC) wollen ab 2024 wasserstoffbetriebene Schiffe auf dem Rhein einsetzen. Ziel: Eine klimaneutrale Transportroute auf dem Rhein-Alpenkorridor.

Gemessen am Transportvolumen ist Salz der wichtigste Rohstoff für die Covestro-Standorte in NRW. (Foto: Michael Rennertz)
Gemessen am Transportvolumen ist Salz der wichtigste Rohstoff für die Covestro-Standorte in NRW. (Foto: Michael Rennertz)
Daniela Kohnen
(erschienen bei LOGISTIK HEUTE von Therese Meitinger)

Der Werkstoffhersteller Covestro und der Logistikdienstleister Niederländische Partikuliere Rheinfahrt-Centrale Coöperatie (NPRC) wollen in einem gemeinsamen Projekt die Salz-Transportflotte auf dem Rhein auf wasserstoffangetriebene Schiffe umstellen. Das besagt eine Pressemitteilung vom 4. Februar. Das Projekt ist demnach Teil der RH2INE-Initiative („Rhine Hydrogen lntegration Network of Excellence“) des Nordrhein-Westfälischen-Wirtschaftsministeriums und der niederländischen Provinz Südholland.

Ziel sei es, eine klimaneutrale Transportroute auf dem Rhein-Alpenkorridor zu verwirklichen und so zur Umsetzung des Europäischen „Green Deal" beizutragen, geben die Unternehmen an. Dabei haben sich Covestro und NPRC den Aufbau einer Wasserstoff-Infrastruktur an Häfen und Verladestationen entlang des Rheins auf die Fahnen geschrieben. Die ersten beiden emissionsfreien Schiffe sollen nach Unternehmensangaben 2024 zwischen den Niederlanden und den drei Niederrhein-Standorten von Covestro fahren.

„Wir wollen unser Unternehmen komplett auf die Kreislaufwirtschaft ausrichten und langfristig treibhausgasneutral produzieren. Dazu gehört auch die kontinuierliche Senkung der indirekten Emissionen, bei denen wir gemeinsam mit starken Partnern wie NPRC innovative Lösungen umsetzen wollen", erklärt Dr. Klaus Schäfer, Chief Technology Officer der Covestro AG.

Covestro tritt RH2INE-Initiative bei

Der Logistikbereich sei dabei besonders relevant. Denn der Verkehr ist Covestro zufolge der einzige Sektor in der Europäischen Union (EU), in dem die Emissionen seit 1990 gestiegen statt gesunken sind. Hier setzt die RH2INE-Initiative an, der Covestro und NPRC nun offiziell als Unterstützer beigetreten sind.

Salz ist nach Unternehmensangaben gemessen am Transportvolumen der wichtigste Rohstoff für die Covestro Standorte in Nordrhein-Westfalen. Im Rahmen von RH2INE wollen Covestro und NPRC den Transport dieses Rohstoffs schrittweise emissionsfrei gestalten. Hierzu wollen die Kooperationspartner ab 2024 zunächst zwei wasserstoffbetriebene Schiffe in Betrieb nehmen, weitere Schiffe sollen folgen. Initial sollen nach Eigenangaben Fragen der technischen und wirtschaftlichen Machbarkeit des Vorhabens im Fokus stehen. Im Zuge dessen wird auch das technische Design des Rumpfes so optimiert, dass die Schiffe selbst bei Niedrigwasser einsetzbar sind. Geprüft wird ferner, ob zur Betankung der Binnenschiffe grüner Wasserstoff aus der Covestro-eigenen Chlorelektrolyse eingesetzt werden könnte.

Bis zum Jahr 2024 will die grenzüberschreitende Initiative auch mit anderen Partnern aus dem Konsortium RH2INE mehrere wasserstoffbetriebene Schiffe zwischen Rotterdam und Köln in Betrieb bringen. Langfristiges Ziel ist die Schaffung eines klimaneutralen Transportkorridors „Rhein-Alpen“.

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