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Nox NachtExpress: Bosch-Sensor zur Lokalisierung der Ladungsträger

Der Nachtlogistiker Nox NachtExpress möchte mehr Transparenz und Effizienz beim Einsatz von Ladungsträgern mit einer Sensor-Lösung des Technologie- und Zulieferkonzerns Bosch erreichen. Die will man jetzt auf Fahrzeuge und Fracht ausdehnen.

Ein Bosch-Sensor und die dazugehörige Software informiert über den Standort der Ladungsträger in Echtzeit. (Foto: Bosch)
Ein Bosch-Sensor und die dazugehörige Software informiert über den Standort der Ladungsträger in Echtzeit. (Foto: Bosch)
Anna Barbara Brüggmann
(erschienen bei LOGISTRA von Johannes Reichel)

Der Logistikdienstleister Nox NachtExpress hat den neuen Track&Trace-Sensor Nexeed des Anbieters Bosch Connected Industry in den Einsatz genommen und will damit mehr Überblick über den Standort der einzelnen Ladungsträger wie Paletten oder Gitterboxen erreichen.

„Ladungsträger gehen aufgrund der mangelnden Transparenz unterwegs verloren, werden beschädigt oder auch mal zweckentfremdet. Das ist mit erheblichem Planungsaufwand und Kosten für die Neubeschaffung verbunden“, erklärt Henry Kussatz, Business Development Manager beim Logistikdienstleister Nox NachtExpress den Hintergrund der Anschaffung.

Um dem entgegenzuwirken, werde jeder Ladungsträger jetzt mit einem Sensor ausgestattet. Über Gateways, die an relevanten Punkten der Lieferkette, wie Lager, Wareneingang und -ausgang angebracht sind, senden die Sensoren in kurzen Zeitintervallen Daten über Ort und Zustand der Ladungsträger an die Cloud, skizziert der Anbieter den Prozess.

Das Herzstück der Lösung bildet die dazugehörige Software. Diese bündele die Daten, bereite sie visuell auf und stelle sie entweder webbasiert auf Endgeräten oder über Standardschnittstellen im eigenen IT-System zur Verfügung.

Beim Nachtlogistikspezialisten sind mittlerweile 4.000 Ladungsträger mit Sensoren versehen. Zudem wurden Gateways an den relevanten Punkten sowohl beim Logistikdienstleister selbst als auch an ausgewählten Kundenstandorten installiert.

"Somit wissen beide Parteien jederzeit, wie viele Transportboxen aus wessen Bestand im deutschlandweiten Lieferkreislauf unterwegs sind und wo sie sich befinden. Das erleichtert die Planung und Disposition erheblich“, meint Kussatz.

Bisher habe man über die Anzahl an Ladungsträgern Buch führen und nach vermissten Behältern suchen müssen. Außerdem entfielen nun die Anschaffungskosten für neue Ladungsträger dank einer Art "permanenter Echtzeitinventur", wie es der Anbieter nennt.

Die gewonnene Transparenz erleichtere die Auslegung des Logistiknetzwerks und reduziere Transportkosten. Jetzt plant man die Ausweitung der Lösung auf die gesamte Transportkette im Hauptlauf bis hin zur Zustellung in der Nacht.

Zudem sieht man die Lösung nicht nur für Ladungsträger, sondern auch für die Rückverfolgung von Fahrzeugen sowie Waren bis auf Packstückebene als sinnvoll an.

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