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Niederlande: Rotterdam mit Umschlagwachstum

Der Hafen von Rotterdam, Europa größter Seehafen, konnte im ersten Halbjahr 2017 den Umschlag steigern und Marktanteile hinzugewinnen. Die Zunahme beim Containerverkehr führt zu Engpässen bei der Abfertigung von Binnenschiffen.
Foto: Ries van Wendel de Joode/Port of Rotterdam
Foto: Ries van Wendel de Joode/Port of Rotterdam
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Torsten Buchholz

Der Gesamtumschlag im Hafen von Rotterdam steigerte sich im ersten Halbjahr 2017 gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 3,9 Prozent. Nur bei Mineralölprodukten und sonstigem flüssigem Massengut sind die Mengen gesunken.

Vor allem der Containerumschlag mit einem Plus von 9,3 Prozent in TEU (20-Fuß-Standardcontainer) und plus 10,4 Prozent in Tonnen war für das Gesamtwachstum beim Umschlag entscheidend. Zunahmen gab es beim trockenen Massengut (plus 5,2 Prozent), einen geringen Rückgang beim flüssigen Massengut (minus 1,0 Prozent) sowie starke Steigerung beim Stückgut (plus 10,8 Prozent). Insgesamt wurden im ersten Halbjahr 2917 238,0 Millionen Tonnen an Gütern umgeschlagen.

Der Marktanteil von Rotterdam im Vergleich zu anderen, zwischen Hamburg und Le Havre befindlichen Häfen ist bezüglich des Containersektors von 29,0 Prozent im ersten Quartal 2016 auf 30,9 Prozent im ersten Quartal 2017 gestiegen.

In den letzten Wochen hat der Hafenbetrieb Rotterdam eigenen Angaben zufolge „verschiedene Signale im Hinblick auf steigende Wartezeiten für die Binnenschifffahrt bei den Containerterminals im Rotterdamer Hafen“ erhalten.

„Als Hafenbetrieb Rotterdam nehmen wir uns diese Sorgen selbstverständlich zu Herzen. Uns ist bewusst, dass stetig zunehmende Wartezeiten als strukturell erfahren werden und dass ein Bedarf an Zuverlässigkeit bei der Abwicklung der Binnenschifffahrt im Hafen besteht“, heißt es in einer Presseerklärung. In den letzten Monaten habe es durch verschiedene Umstände Zeiten gegeben, in denen die Wartezeiten für den Barge-Verkehr auf überdurchschnittliche Niveaus gestiegen seien. Das sei unter anderem auf gestiegenen Containerumschlag in der ersten Jahreshälfte zurückzuführen. Gleichzeitig hätten sich die neuen Fahrpläne der Allianzen einpendeln müssen. Bei zwei Terminals habe zudem eine Cyber-Attacke dazu geführt, dass dort anderthalb Wochen kaum Container geladen und gelöscht werden konnten.

Neben den bereits vorhandenen Maßnahmen zur Beschleunigung der Containerabfertigung führe man derzeit mit den Binnenschifffahrtsbetreibern und Terminals Gespräche überweitere Kurzzeit-Lösungen, so der Hafenbetreiber. Die Signale hinsichtlich der Wartezeiten und die möglichen Verbesserungen würden ein konstruktives Gespräch mit allen Beteiligten in diesem Sektor erfordern. Ein solcher Austausch werde Ende August stattfinden und von den Binnenschiffoperatoren bis hin zu Terminals, Reedereien, Spediteuren und Verladern alle Beteiligten zusammenbringen.

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