Niederlande: Hafen Rotterdam vermeldet stabiles Jahresergebnis 2019

Der Rotterdamer Hafen hat seine Umschlagmenge im Jahr 2019 gegenüber dem Vorjahr kaum gesteigert. Von 469,0 Millionen Tonnen auf 469,4 Millionen Tonnen legte er zu.

Der Hafen Rotterdam schließt das Jahr 2019 in etwa auf dem Niveau des Vorjahres ab. (Foto: Port of Rotterdam/Paul Martens)
Der Hafen Rotterdam schließt das Jahr 2019 in etwa auf dem Niveau des Vorjahres ab. (Foto: Port of Rotterdam/Paul Martens)
Christine Harttmann

In seiner Jahresbilanz 2019 weist der Hafenbetrieb Rotterdam einen Umsatz in Höhe von 706,6 Millionen Euro aus, geringfügig weniger als 2018. Auch das Nettoergebnis ohne Steuern ging 2019 leicht zurück, von 254,1 Millionen Euro auf 241,0 Millionen Euro. Dahinter stehen deutliche Verschiebungen bei den unterschiedlichen Gütersegmenten. Der Umschlag von Kohle und Mineralölprodukten war rückläufig. In den Segmenten Rohöl, Container, LNG und Biomasse hingegen war die Entwicklung positiv.

Der Gesamtumschlag bei flüssigem Massengut lag mit 211,2 Millionen Tonnen im Jahr 2019 auf ungefähr derselben Höhe wie 2018. Beim Rohöl/Erdöl waren es im fünften aufeinanderfolgenden Jahr mehr als 100 Millionen Tonnen. Um 3,9 Prozent steigerte sich das Segment. Der Umschlag bei den Mineralölprodukten setzte den Abwärtstrend der vergangenen Jahre fort, auch wegen der weltweit verschärften Emissionsvorschriften für die Schifffahrt, wie der Hafenbetreiber erklärt. Den Anstieg des LNG-Umschlags führt Rotterdam hauptsächlich zurück auf gestiegene Fördermengen und höhere Importquoten nach Europa. Der Umschlag von Trockenmassengut sank um vier Prozent auf 74,5 Millionen Tonnen. Der deutliche Rückgang bei der Kohle um 14,8 Prozent, trug mit dazu bei.

Nach einem guten Start im ersten Halbjahr hat sich der Containerumschlag in der zweiten Jahreshälfte beinahe nicht erhöht. In Tonnen gemessen stieg er um 2,5 Prozent. In TEU (20 Fuß-Standardcontainer) bemessen war es ein Plus von 2,1 Prozent auf 14,8 Millionen TEU.

Die Roll-on/Roll-off-Schiffe verzeichneten 2019, einen leichten Anstieg um 0,8 Prozent. Im Laufe des Jahres habe es große Schwankungen bei den Umschlagspitzen gegeben, so der Hafenbetreiber, die auf den Aufbau von Lagerbeständen im Vorfeld der früher geplanten Zeitpunkte für den Brexit am 31. März und am 31. Oktober 2019 zurückzuführen waren. Der Umschlag des sonstigen Stückguts stieg auf Jahresbasis um 2,9 Prozent, da zusätzliche Ladungspakete hereingeholt werden konnten. Im vierten Quartal war allerdings verzeichnet der Hafen einen Rückgang, den er auf die stockenden deutschen Exporte zurückführt.

„Der Rotterdamer Hafen erreichte 2019 das Umschlagsvolumen des Jahres 2018. Natürlich lehnen wir uns nicht zurück, sondern sind aktiv im Ausbau unserer Führungsposition - und dazu gehören auch umfangreiche Investitionen“, kommentierte Allard Castelein, Generaldirektor des Hafenbetriebs Rotterdam, die Jahresbilanz. „Der Erfolg eines modernen Hafens lässt sich nicht nur an den Tonnen messen, die dort umgeschlagen werden.“

Statt einer höheren Umschlagskapazität sei heutzutage ein besser, schneller und vor allem intelligenterer Hafen gefragt. Entscheidend für die Zukunft sei außerdem, dass die Industrie in der Lage sei, die Energiewende zu beschleunigen, so Castelein, „damit der Rotterdamer Hafen mit großer Wirkung zur Erreichung der niederländischen Klimaziele beitragen kann.“

Der Hafenbetreiber investierte daher 2010 in die Bereiche Digitalisierung und Energiewende. Als wichtige Beispiele nennt er den Start von PortXchange, die beabsichtigte Erweiterung des Wärmenetzes und der Vertrag, den der Hafenbetrieb Rotterdam mit Unternehmen zur Zusammenarbeit bei der Vorbereitung von Abscheidung, Transport und Lagerung von CO2 geschlossen hat.

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