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Niederlande: Hafen Rotterdam schlägt weniger um

Im Rotterdamer Hafen wurden im ersten Halbjahr 2013 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum 0,9 Prozent weniger Güter umgeschlagen. Rückgänge ga es vor allem beim Rohöl (minus 9 Prozent).
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Torsten Buchholz

Gründe für die starken Rückgänge beim Rohöl sind laut Mitteilung des Hafen die derzeit geringe Nachfrage, die Nutzung von Vorräten aufgrund der Erwartung niedrigerer Preise sowie Instandhaltungsstopps bei Raffinerien. Der Anteil von Rohöl an den umgeschlagenen Gütern im Hafen liege bei nahezu 25 Prozent. Dementsprechend wirke sich eine beträchtliche Abnahme beim Rohöl stark auf den Umschlag insgesamt aus.

Beim Umschlag von Kohle - vor allem für die Stromerzeugung - gab es eine Zunahme (plus 13 Prozent). Kohlekraftwerke werden bedingt durch die Preisdifferenz günstiger betrieben als Gaskraftwerke. Außerdem habe der Umschlag in Rotterdam durch eine Bündelung von Strömen und eine Schließung von Zechen im Hinterland zugenommen, erklärt der Hafenbetreiber. E. Beim Trockenmassengut ergab sich insgesamt ein Wachstum von sieben Prozent. Beim Containersegment weist der Hafen Rotterdam eine geringe Abnahme in Tonnen (minus zwei Prozent) feststellbar.

Beim Containerumschlag gab es einen geringfügigen zahlenmäßigen Anstieg um einen Prozent. Grund für den Rückgang im Gewicht sei die anhaltende Wirtschaftskrise in Europa, heißt es, wobei der größte Rückgang in Tonnen (minus sechs Prozent) beim Feedertransport feststellbar sei. Eine der Ursachen liege darin, dass Feeder-Verbindungen zwischen den baltischen Staaten und Rotterdam zu den norddeutschen Häfen verlegt wurden. Ein weiterer Grund sei der anhaltende Kapazitätsüberhang in der Containerschifffahrt, der Reedereien zur Kosteneinsparung veranlasst; sie lassen ihre großen Schiffe nicht nur langsam fahren, sondern auch mehr Häfen direkt anlaufen.

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