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Niederlande: Hafen Rotterdam meldet leichte Umschlageinbußen

In den ersten drei Quartalen des Jahres 2018 lag der Gesamtumschlag im Hafen Rotterdam um 0,4 Prozent unter dem Vorjahreswert.
(Foto: Hafen Rotterdam)
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Christine Harttmann

Volumenrückgänge meldet der Hafenbetreiber in den Produktsegmenten trockenes und flüssiges Massengut. Als positive Ausnahmen bezeichnet er LNG und Biomasse. Insgesamt registrierte der Hafenbetreiber bis einschließlich September 2018 einen Gesamtumschlag von 350 Millionen Tonnen. Im Vergleichszeitraum 2017 waren es noch 1,5 Millionen Tonnen mehr. Unter der Prämisse, dass diese Differenz im vierten Quartal geringer ausfällt, erwartet der Hafen, dass der gesamte Umschlag bis zum Jahresende wieder nahezu das Niveau von 2017 erreicht.

„Die Tendenz zur Verschiebung der Umschlagszahlen, die in den vergangenen Quartalen zu beobachten war, setzt sich fort“, erklärt Allard Castelein, CEO des Hafenbetriebs Rotterdam, seinen Optimismus. „Ich freue mich, dass das gesunde Wachstum im Bereich der Container – einem der strategischen Eckpfeiler des Hafenbetriebs – sich weiter fortsetzt. Es gibt keine Anzeichen für eine Verlangsamung. Angesichts der Energiewende und der festgesetzten Klimaziele des Pariser Abkommens scheint ein allmählicher Rückgang bei den fossilen Brennstoffen unvermeidlich zu sein. Diese Entwicklung schafft Möglichkeiten für das Wachstum bei LNG und Biokraftstoffen, so wie es sich dieses Quartal wieder gezeigt hat.“

Die Containervolumina verzeichneten auch 2018 einen starken Zuwachs um 5,7 Prozent in TEU im Vergleich zum Vorjahr. Dies ergibt einen Umschlag von 10.780.204 TEU. Der stärkste Anstieg konnte in den ersten sieben Monaten verbucht werden. Mit 136.500 Tonnen war der August der Rekordmonat.

Die Entwicklung in den ersten neun Monaten 2018 unterschied sich je nach Handelsrouten: Auf dem Handelsweg Asien-Europa stieg die Zufuhr der ankommenden beladenen Container um zehn Prozent an, in der Gegenrichtung sanken die Volumina jedoch um 7,6 Prozent. Auf dem Handelsweg nach Nordamerika stieg der gesamte Umschlag um beinahe zehn Prozent, der nach Südamerika verzeichnete einen Zuwachs von über 20 Prozent. Das Wachstum im Shortsea-Volumen fiel etwas geringer aus. Dieser Trend zeigte sich vor allem in den Shortsea-Fahrten nach England – bedingt durch die gedrosselte Entwicklung der britischen Wirtschaft.

Beim Umschlag von flüssigem Massengut gab es einen Rückgang von über ein Prozent. Insbesondere der Umschlag von Rohöl ging infolge der gesunkenen Raffinerieproduktion in Deutschland und in Belgien sowie eines wartungsbedingten Stopps der Raffination in Rotterdam zurück. Der Umschlag von LNG verzeichnete einen kontinuierlichen, starken Anstieg und im September einen Monatsrekord von beinahe 0,8 Millionen Tonnen. Dieser Anstieg war größtenteils auf die stete Zufuhr von LNG mit kleinen Schiffen aus dem russischen Jamal-Feld zurückzuführen, deren Flüssiggas für den Weitertransport an andere Zielorte in der Welt auf große LNG-Tanker umgeschlagen wird. Der Umschlag von trockenem Massengut sank um 7,3 Prozent.

Der Umschlag von Roll On-Roll Off (RoRo) lag im Berichtzeitraum im Volumen um 1,3 Prozent höher als im Vorjahr. Die Handelsvolumina bei den RoRo-Fahrten von und nach England sind infolge der schrumpfenden englischen Wirtschaft nicht gestiegen, was wiederum eine Folge der anhaltenden Unsicherheit über den Brexit ist. Das Transportvolumen der RoRo-Fahrten zur iberischen Halbinsel ist dagegen gestiegen.

Der Umschlag von sonstigem Stückgut ist vor allem im ersten Quartal niedriger gewesen, wodurch das Umschlagsvolumen bis einschließlich September im Vergleich zum Vorjahr noch immer ein Minus von 6,5 Prozent aufweist. Im dritten Quartal stabilisierten sich die Volumina wieder.

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