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Niederlande: DNHK-Appell an die Regierung

Die Deutsch-Niederländische Handelskammer (DNHK) veröffentlichte am 11. Mai in Amsterdam "7 Standpunkte", in denen sie sich für einen beschleunigten Güterumschlag und eine Verbesserung der Erreichbarkeit logistischer Drehscheiben einsetzt.
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Redaktion (allg.)
Um den Güterumschlag zwischen Deutschland und den Niederlanden zu beschleunigen, müssen aus Sicht der DNHK Abfertigungsprozeduren an den Knotenpunkten des Güterumschlages stärker automatisiert und elektronische Abfertigungssysteme international harmonisiert werden. Die Integration weiterer Häfen in die gemeinsame Informations- und Kommunikationsplattform „Portbase“ der Häfen Rotterdam und Amsterdam sei anzustreben. Weiterhin fordert die DNHK die Zollverwaltungen beider Länder auf, noch im Jahr 2010 das Konzept des „Single Window“ umzusetzen. Dabei werden Inspektionen durch verschiedene Kontrollinstanzen, zum Beispiel bei Fleisch durch Zoll und Veterinärämter, zusammengefasst und elektronisch kommuniziert. Die niederländische Regierung ist derzeit damit beschäftigt, ein Single-Window-Modell für den Flughafen Schiphol zu schaffen. Für die Effizienzsteigerung des Güterumschlages im Hinterlandverkehr der Seehäfen, insbesondere Rotterdam, fordert die DNHK eine Erweiterung der trimodalen Hafenflächen im Bereich der Binnenhäfen, vor allem an Rhein und Main-Neckar. Auf der Straße geht es neben Engpässen auf der A2 und der A4 auf niederländischer Seite vor allem um die Verbindung mit Deutschland bei Venlo im Zuge der A74, deren Fertigstellung laut dem niederländischem Verkehrsminister Eurlings vor Anfang 2012 abgeschlossen sein soll. Ebenso müsse die Verbindung zwischen Eindhoven und Duisburg (A67/A40) dem steigenden Verkehrsaufkommen angepasst werden. Zur Entlastung der Straße vor allem auf deutscher Seite sei das dritte Gleis für die „Betuwe-Linie“ umzusetzen. Ebenso müssen laut der Kammer die politischen Widerstände gegen einen raschen Ausbau der Schienenverbindung Duisburg – Antwerpen („Eiserner Rhein“) mit Anschluss nach Rotterdam, vorzugsweise entlang der Autobahn A52, überwunden werden. Für die niederländische Transportwirtschaft wünscht sich die DNHK eine Harmonisierung bisher unterschiedlicher Erhebungs- und Abrechnungsmechanismen bei der Lkw-Maut. Die Kammer begrüßt den von Verkehrsminister Eurlings angekündigten Aufschub der Mauteinführung in den Niederlanden, bis technische Lösungen gefunden und die Kosten überprüft sind. Daneben spricht sie sich für einheitliche Vorschriften über Umweltzonen in innerstädtischen beziehungsweise gewerblichen Ballungsgebieten aus. Gegenwärtig ist in Deutschland die Zugangsberechtigung zu einer Umweltzone durch einen Sticker, in den Niederlanden durch Kontrolle des Kennzeichens geregelt. Zudem unterscheiden sich laut DNHK regionale und kommunale Auflagen. (akw)
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